Rechtsästhetik.

Sinnliche Analogien im juristischen Denken.

By (author) Daniel Damler

Book cover: Rechtsästhetik.

Extent: 408 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Cultural Studies, Law, Philosophy

Language: German

Hardback (Published)

(July 2016)

ISBN: 9783428148417

6.18 x 9.17 inches

Price: $145.00

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Die Staats- und Rechtswissenschaft operiert fortwährend mit abstrakten und zugleich sinnlich unterlegten Begriffen. Da Umbrüche in der materiellen Welt den Bestand an Metaphern verändern, die dem Juristen Halt und Orientierung geben, verändern sie mittelbar das Denken selbst. Das erklärt den Erfolg »ästhetischer Tugenden«: Schönheitsideale, die so sehr ersehnt und begehrt werden, dass die an sich nur auf die materielle Welt bezogene Verheißung in eine juristische Apologie umschlägt. Daniel Damler erzählt eine etwas andere Rechtsgeschichte, in der nicht – wie üblich – Interessen und Ideen die Hauptrolle spielen, sondern lebensweltliche und künstlerische Leitbilder.


»The Aesthetics of Law«



In this wide-ranging account, Daniel Damler examines the importance of metaphors in jurisprudence from the perspective of legal history and cognitive science. »The Aesthetics of Law« offers new insights into the correlation between material culture, ideals of beauty and legal principles.

Dikes Unterwelt – Prolog

Erster Teil: Konstitutive Sinnbilder

I. Meta-phorein: Sinnstiftung durch Übertragung – II. Studien zur Ästhetik des Privatrechts

Zweiter Teil: Regulative Sinnbilder

I. kalos kai agathos als kognitive Interferenz – II. Studien zur Ästhetik der Staatslehre

Aisthesis und Politeia – Epilog

Abbildungsnachweise

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personen- und Sachverzeichnis

  • By (author) Daniel Damler

»Die Schrift ist kein Traktat, und man hätte sie - ehrenvoll genug - wohl besser mir ›Vorstudien zu einer Rechtsästhetik‹ betitelt. So betrachtet ist ihr Wert allerdings unbestreitbar: Sie lässt uns - glänzend geschrieben und reich an Quellen - mit großem Staunen veblüffende Parallelen zwischen rechtlichen und nicht-rechtlichen, juristischen und nicht-juristischen ›Ästhetiken‹ entdecken.[...]« Prof. Dr. Joachim Lege, in: Rechtswissenschaft, Heft 3/2017

»Verf. legt eine ungemein belesene, rechtvergleichende, rechtsgeschichtliche und interdisziplinäre Schrift vor, die nicht nur die Grenzen von Privatrecht und Öffentlichem Recht transzendiert, sondern auch fachfremde Literatur einbezieht. Die Reichweite der Arbeit ist daher enorm. Da wo auf die eingerichteten und ausgeübten Literaturbetriebe der Rechtswissenschaft zurückgegriffen wird, widersetzt sich der Autor erfreulicherweise der ›Lektüre des intellektuellen Establishments‹ (S. 24) und liest in fast dekonstruktivistischer Manier quer zu den ausgetretenen Pfaden. Das ist erfrischend ausgeführt. Schon von daher lohnt sich die Lektüre der Habilitationsschrift und schon deshalb übertrifft das Buch die üblichen Leistungen in der Literaturgattung ›juristische Habilitationsschrift‹, die wie kaum Vergleichbares von Konformitätsdruck gepraägt ist, deutlich.[...]« Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano, in: Der Staat, Band 56, Heft 1/2017
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