Österreichische Nationalbibliothek Wien. Inkunabelkatalog. ÖNB-Ink
Band I. A–B
Herausgegeben von der Österreichischen Nationalbibliothek. Bearbeitet von Otto Mazal und Konstanze Mittendorfer
Hardback (Published)
(January 2005)
ISBN: 9783895003868
6.69 x 9.45 inches
Price: $372.00
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Der ONB-INK ist der erste Band einer seit langem erwarteten Dokumentation einer der bemerkenswertesten Inkunabelsammlungen der Welt: Die Osterreichische Nationalbibliothek besitzt mit ca. 8000 Inkunabeln eine der grossten Sammlungen uberhaupt. Neben einigen Widmungsexemplaren an die Habsburger waren es immer wieder grossere Buchersammlungen von Gelehrten, Kirchenfursten, adeligen und burgerlichen Bibliophilen, Klostern und stadtischen Institutionen, die fur bedeutenden Zuwachs durch die Jahrhunderte sorgten. So sind u. a. die Wiener Humanisten des 16. Jahrhunderts, die Bibliothek des Philipp Eduard Fugger aus Augsburg, die Buchersammlungen von adeligen Bibliophilen, allen voran des Prinzen Eugen von Savoyen, zu nennen. Besonders reichhaltige Bestande kamen aus der alten Wiener Stadtbibliothek (Bibliotheca civica Vindobonensis) und der alteren Bibliothek der Wiener Universitat sowie im Rahmen der Sakularisierung aus den Klostern der habsburgischen Kronlander. Den letzten bemerkenswerten Zuwachs brachte die Fideikommiss-bibliothek der Habsburger nach dem Ersten Weltkrieg.Der sowohl nach Grosse als auch Herkunft exzeptionelle Fonds der Wiegendrucke bietet einen reprasentativen Querschnitt durch das Schaffen der Drucker des 15. Jahrhunderts, einen ausgewogenen Uberblick uber die im ausgehenden Mittelalter verbreiteten literarischen und wissenschaftlichen Texte und mit zahllosen Illustrationen nicht zuletzt einen trefflichen Einblick in die ikonographische Tradition der Zeit.Ein Katalog dieser Sammlung hat den Besonderheiten der einzelnen Exemplare einen besonderen Stellenwert einzuraumen. In diesem Band werden die Informationen zu Buch-, Bibliotheks- und Kunstgeschichte nach folgendem Schema ubersichtlich gegliedert dargestellt: Der Abschnitt H bezieht sich auf handschriftliche Glossen und Kommentare im Buch, Spuren der Beschaftigung der Besitzer mit den Texten. Der Abschnitt A dokumentiert die individuelle kunstlerische Ausstattung des Exemplars, von der einfachen Rubrizierung bis zur komplexen Buchmalerei mit handgemalten Initialen und Miniaturen. Viele Drucke tragen noch originale Einbande in gotischem oder Renaissancestil. Ihre detaillierten Beschreibungen finden sich im Abschnitt E; Einbande aus spaterer Zeit sind in knapper Form berucksichtigt. Der Abschnitt G enthalt alle Hinweise auf Vorbesitzer, Besitzeintragungen, Schenkungs- und Kaufvermerke, Exlibris und Supralibros. Zugleich mit alten Bibliothekssignaturen lassen sie die Rekonstruktion fruheren Buchbesitzes zu.Der erste Band des auf mehrere Bande angelegten Gesamtwerkes mit dem Katalogabschnitt A-B fuhrt 1439 Ausgaben mit zahlreichen Mehrfachexemplaren an. Unter den Bibelausgaben findet sich die einzige in Osterreich vorhandene und vollstandig erhaltene Gutenbergbibel.Der Katalog kann durch die Aufbereitung bedeutsamen buchkundlichen Materials in vielerlei Hinsicht weiterfuhrende wissenschaftliche Arbeiten von Kultur- und Wissenschaftshistorikern befruchten, jedenfalls aber Wegweiser durch den abendlandischen Bucherschatz sein.
- Revised by Otto Mazal
- Revised by Konstanze Mittendorfer
- Edited by
„Mit dem ersten Band des Inkunabelkatalogs der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB-Ink) schließt sich eine Lücke in der Verzeichnung wichtiger europäischer Wiegendrucksammlungen. (...)<br/>Mit dem Katalog haben Inkunabelkunde und bibliotheksgeschichtliche Forschung ein Standardwerk zur Hand, dessen Wert erst nach dem Erscheinen der nächsten Bände zu ermessen sein wird.“<br/><br/>In: Aus dem Antiquariat. 5 (2007). S. 372-373.<br/><br/>---------------------------<br/><br/>„Die Beschreibungsmethode orientiert sich sehr stark am Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. Viel Wert wird mit jeweils eigenen Abschnitten auf die exemplarspezifischen Besonderheiten wie Einband, handschriftliche Einträge, buchkünstlerische Ausstattung und Besitzgeschichte gelegt. Eine umfangreiche Einleitung führt in die Geschichte des Bestandes und den Katalogaufbau ein.“<br/><br/>In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. 53 (2006) 5. S. 281-282.
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