Exzellenz und Égalité

Die französische Hochschul- und Forschungspolitik zwischen globalem Anspruch und nationaler Umsetzung (2002 bis 2012)

By (author) Kathleen Schlütter Series edited by Michael E. Geyer Series edited by Matthias Middell

Book cover: Exzellenz und Égalité

Extent: 564 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: French Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Paperback (Published)

(July 2024)

ISBN: 9783525302187

6.3 x 9.25 inches

Price: $107.00

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Wie beeinflussen Globalisierungsprozesse nationale Hochschul- und Forschungspolitik?


Wissensgesellschaft war in den 2000er Jahren ein omniprasentes Motiv in westeuropaischen Industrienationen, die vor dem Hintergrund von zunehmender internationaler Konkurrenz uber ihre Zukunftsfahigkeit nachdachten. Dabei erhielten Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Orte der “Wissensproduktion” eine besondere gesellschaftliche Aufmerksamkeit. Doch wie wirken sich solche global zirkulierenden Ideen auf nationalstaatliche Politik aus? Das vorliegende Buch schliesst diese Forschungslucke fur das Fallbeispiel Frankreich. Es wird beginnend mit der zweiten Amtszeit von Staatsprasident Jacques Chirac prazise und anschaulich aufgearbeitet, wie die Selbstwahrnehmung, eine weltweit fuhrende Wissenschaftsnation zu sein, mit der zunehmenden Bedeutung international vergleichender Indikatoren, der Lissabon-Strategie der Europaischen Union und Hochschulrankings in Frage gestellt wurde. Durch intensive Reformauseinandersetzungen, die Grundung neuer Strukturen wie der Agentur fur Forschungsforderung ANR und einer Exzellenzinitiative entstand bis zum Ende der Amtszeit von Nicolas Sarkozy eine franzosischen Antwort auf diese Herausforderungen: ein Exzellenzmodell, das den franzosischen Traditionen treu blieb, aber international anschlussfahig war.

  • By (author) Kathleen Schlütter
  • Series edited by Michael E. Geyer
  • Series edited by Matthias Middell

»Schlütter gelingt es […], die Interdependenzen zwischen globalen Leitbildern, europäischen Strategien und nationalstaatlichen Traditionen klar herauszuarbeiten – und damit ein differenziertes Bild davon zu zeichnen, wie sich die „Zeitenwende“ der Wissensgesellschaft in einem spezifischen politischen und kulturellen Kontext vollzog.«
David Irion, H-Soz-Kult, 23.09.2025