Europas imaginierte Einheit
Kulturgeschichte und Antikerezeption bei Stefan Zweig
By (author) Marian Nebelin Series edited by Klaus Herbers Series edited by Karl Acham Series edited by Bernhard Jahn Series edited by Eva-Bettina Krems Series edited by Frank-Lothar Kroll Series edited by Tobias Leuker Series edited by Helmut Neuhaus Series edited by Norbert Nußbaum Series edited by Stefan Rebenich
Hardback (Published)
(January 2024)
ISBN: 9783412523251
6.3 x 9.25 inches
Price: $82.00
On back order
Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.
Stefan Zweig hat zahlreiche Reden und Vortrage uber die “geistige Einheit” der Menschheit gehalten. Diesen lag ein kulturgeschichtliches Phasenmodell zugrunde, in dem der Antike und deren Rezeption eine paradigmatische Funktion zukam. Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.
- By (author) Marian Nebelin
- Series edited by Klaus Herbers
- Series edited by Karl Acham
- Series edited by Bernhard Jahn
- Series edited by Eva-Bettina Krems
- Series edited by Frank-Lothar Kroll
- Series edited by Tobias Leuker
- Series edited by Helmut Neuhaus
- Series edited by Norbert Nußbaum
- Series edited by Stefan Rebenich
»Insgesamt ist Nebelins Monographie über Zweig, nach vorangegangenen Arbeiten zu Benjamin und Cicero, eine willkommene Erweiterung der aktuell florierenden Zweig-Forschung. Das Gesamtbild des Europäertums des österreichischen Schriftstellers erfährt durch Nebelin eine weitere Nuancierung und eine historische Einbettung.«
Bastian Spangenberg, H-Soz-Kult, 16.04.2024»Marian Nebelin hat in seiner eindrucksvollen Monographie all die angerissenen Aspekte von Zweigs Einheitsdenken und vieles mehr penibel herausgearbeitet und in allen möglichen Details und Zusammenhängen diskutiert sowie die bleibende Relevanz seiner Ausführungen betont. […] Darüber hinaus bietet die Arbeit eine breite kulturgeschichtliche und geschichtsphilosophische Einbettung dieses Bildes von Europa und dem Europäertum.«
Peter Steinbach, Das Historisch-Politische Buch 3-4/2024»Mit der vorliegenden Monographie steht der Zweig-Forschung ein wichtiges neues Buch zur Verfügung, dem viele Leser*innen auch abseits der von Autor und Verlag besonders in den Fokus genommenen Zielgruppen zu wünschen sind.«
Sonja Schreiner, Wiener Studien 01/2024—
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