Disraeli.

Eine politische Biographie. Aus dem Englischen von Axel Walter.

Translated by Axel Walter By (author) Edgar Feuchtwanger

Book cover: Disraeli.

Extent: 235 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Literary Studies, Religious Studies, Social Sciences 

Language: German

Paperback (Published)

(February 2012)

ISBN: 9783428131563

6.18 x 9.17 inches

Price: $44.00

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Es war der größte Triumph des Liberalismus im 19. Jahrhundert, dass Benjamin Disraeli auf dem Höhepunkt des britischen Empires Premierminister werden konnte. In dieser Funktion stand er in einem »ritterlichen«, fast romantischen Verhältnis zur verwitweten Königin Viktoria, das ihm auch in politischer Hinsicht von großem Nutzen war. Seine prägnanten Formulierungen – etwa die von den zwei Nationen: die Nation der Reichen und die der Armen, in die England auseinanderfalle – werden bis heute zitiert und man schätzt ihn als den Staatsmann, der eine konservativ eingestellte, wahlberechtigte Masse antizipierte.


Es war der grosste Triumph des Liberalismus im 19. Jahrhundert, dass Benjamin Disraeli auf dem Hohepunkt des britischen Empires Premierminister werden konnte. Der getaufte Sohn eines judischen Literaten verbrachte seine Jugend am unteren Rand der vorviktorianischen aristokratischen Gesellschaft und machte durch skandalose Liebschaften von sich reden. Hoch verschuldet, vermochte ihn nur seine Wahl zum Unterhausmitglied vor dem Gefangnis zu bewahren. Seine schriftstellerische Begabung verschaffte ihm die Wortgewandtheit, mit der er Zugang zur Macht gewann. Die noch vom Landadel beherrschte konservative Partei musste ihn schliesslich als Fuhrer anerkennen. Als Premierminister stand er in einem ritterlichen, fast romantischen Verhaltnis zur verwitweten Konigin Viktoria, das ihm auch in politischer Hinsicht von grossem Nutzen war. Seine pragnanten Formulierungen – etwa die von den zwei Nationen: die Nation der Reichen und die der Armen, in die England auseinanderfalle – werden bis heute zitiert und man schatzt ihn als den Staatsmann, der eine konservativ eingestellte, wahlberechtigte Masse antizipierte.

Einführung

1. Genie, Literat. Auf der Suche nach seiner Bestimmung (1804–1837)

2. Politik und häusliches Leben (1837–1841)

3. Jung-England (1841–1845)

4. An die Spitze (1845–1849)

5. Auf dem Weg in die Regierung (1849–1852)

6. Auf Beutezug in kargen Jahren (1853–1859)

7. Frustration und Triumph (1859–1868)

8. Die schlüpfrige Karriereleiter hinauf und hinunter (1868–1874)

9. Apotheose (1874–1878)

10. Abstieg (1878–1881)

11. Nachleben: die Entstehung des Disraeli-Mythos

Anmerkungen

Bibliographische Anmerkungen

Chronologie

Personen- und Sachwortverzeichnis

Edgar Feuchtwanger, 1924 in München geboren, Sohn des Verlegers Ludwig und Neffe des Schriftstellers Lion Feuchtwanger, lebt seit seinem 14. Lebensjahr in England. Nach Abschluss der Universität Cambridge war er zuerst in der Erwachsenenbildung, dann als Universitätsprofessor tätig und wurde durch Veröffentlichungen über die politische Geschichte des viktorianischen Zeitalters bekannt, darunter eine Biographie über Gladstone, Disraelis liberalem Rivalen. Er lehrte auch moderne deutsche Geschichte und veröffentlichte unter anderem »From Weimar to Hitler. Deutschland 1918–33«. Er war u.a. Gastprofessor in Frankfurt. Für seine Verdienste um die deutsch-englischen Beziehungen wurde ihm 2002 das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2010 erschien seine Autobiographie »Erlebnis und Geschichte. Als Kind in Hitlers Deutschland – Ein Leben in England«.

  • Translated by Axel Walter
  • By (author) Edgar Feuchtwanger

»Feuchtwanger verfügt souverän über die Fakten, die er aber, was besonders erfreulich ist, nicht sinnlos positivistisch anhäuft. Er verknüpft sie erzählerisch gekonnt. [...] Der Text ist von pointierten Sätzen durchzogen, mit oft anschaulichen Bildern, die sich von einer trockenen akademischen Prosa deutlich abheben.[...] Insgesamt handelt es sich bei Feuchtwangers Biographie um eine gut lesbare und empfehlenswerte Neuerscheinung, die den Schwerpunkt auf die historisch-politische Dimension Disraelis legt.« Dr. Till Kinzel, in: Informationsmittel für Bibliotheken, 20. Jg., 2/2012
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