Die Legendare aus der Rue neuve Nostre Dame

Disposition und Bildformeln in der Pariser Buchmalerei, 1325-1348

By (author) D. Delarue

Book cover: Die Legendare aus der Rue neuve Nostre Dame

Extent: 849 pages

Publisher: Peeters Publishers

Subjects: Art & Art History, Medieval Studies

Series: Corpus of Illuminated Manuscripts

Series volume number: 23

Language: German

Hardback (Published)

(October 2021)

ISBN: 9789042940857

Price: $313.00

In stock

PDF (Published)

(October 2021)

ISBN: 9789042940864

Price: $313.00

Among the most expensive examples of Parisian book production in the second quarter of the 14th century are four large-format books of legends, which the bookseller Thomas de Maubeuge had illustrated by the illuminators of the Rue neuve Nostre Dame for the French king Charles IV and his entourage. Based on the production conditions and their context of origin, the present work examines the meaning and function of the mostly formulaic miniatures in the overall structure of the manuscripts.


Zu den teuersten Erzeugnissen der Pariser Buchproduktion im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts gehoren vier groaformatige Legendare, die der Buchhandler Thomas de Maubeuge bei den Buchmalern der Rue neuve Nostre Dame fur den franzosischen Konig Karl IV. und sein Umfeld illustrieren liea. Ausgehend von den Herstellungsbedingungen des Entstehungskontextes wird in der vorliegenden Arbeit die Bedeutung und Funktion der meist stereotypen und formelhaften Miniaturen im Gesamtgefuge der Handschriften untersucht. Vor dem Hintergrund der Tradition franzosischer Legendare und der Legenda aurea werden die Gestaltungsstrategien herausgearbeitet, die den Akteuren eine inhaltliche Ausrichtung der Kodices erlauben und die Rezeptionshaltung der Benutzer subtil steuern. Die untersuchten Handschriften unterliegen dabei einer je eigenen Disposition, in der sich die Wunsche einzelner Auftraggeber mit dem Ringen um eine zeitgemaae Form fur die Buchtgattung Legendar vereinen. Neben den Transformationen, die die Gattung im 13. und fruhen 14. Jahrhundert erfahrt, spiegelt sich hierin die buchhistorisch bedeutsame Verschiebung der idealen Lesehaltung von einer monastisch-kontemplativen hin zu einer scholastisch-akademischen lectio. Ein Katalogteil erschlieat 39 hagiographische Handschriften aus der Zeit vor 1350 und ihre Bildfolgen fur die kunftige Forschung.

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