Die iranische Moderen in der Bildenenden Kunst. Der Bildhauer und Maler Parviz Tanavoli

Werk und Bedeutung

by Gisela Fock

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Extent: 399 pages

Publisher: Austrian Academy of Sciences Press

Subjects: Art & Art History, Islamic & Middle Eastern Studies

Series: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse

Series volume number: 815

Language: German

Paperback (Published)

(June 2011)

ISBN: 9783700168003

Price: $52.00

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1958 trat der erst 21 Jahre alte Parviz Tanavoli in Teheran mit der ersten Einzelausstellung moderner Kunst an die Offentlichkeit. Zur Uberraschung der Ausstellungsbesucher zeigte der Kunstler Tierassemblagen aus Altmetall und semiabstrakte Keramiken zu Themen des alltaglichen Lebens. Weder Sujets noch Werkstoffe dieser Art waren bisher in Irans Hauptstadt als Kunst erklart worden. Die anfanglich geausserte Ablehnung des Publikums wandelte sich in den folgenden Jahren in Zustimmung, Anfang der 70er Jahre galt Tanavoli als einer der bedeutendsten Kunstler im Iran. Besonders gewurdigt wurde er fur seine beispielgebende Auseinandersetzung mit der iranischen Folklore, die in die Entstehung des modernen Kunststils “Saqqakhaneh” mundete. Um Tanavoli und einige andere iranischen Kunstlern herum entstand Mitte der 60er Jahre in Teheran eine lebendige Kunstszene mit Ausstellungsbetrieb und mit zahlreichen Kulturmagazinen. Als Dozent, zunachst am innovativen “College of Decorative Arts”, spater an der Akademie der schonen Kunste der Universitat Teheran, fand seine freie, vom subjektiven Gedankengut gepragte kunstlerische Einstellung Verbreitung. Die Modernisierungsbestrebungen des Regimes, zu deren Aushangeschild die junge iranische Kunst wurde, gewahrleistete Tanavoli freie Entfaltung. Die Islamische Revolution jedoch belegte Tanavoli mit Arbeits-und Ausstellungsverbot, das bis heute gultig ist. Seit wenigen Jahren erfahrt jedoch die iranische Moderne im Ausland wieder Beachtung.

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