Dem Vergessen entrissen

Der „Ostjude“ Simon Leinmann und die Neuapostolische Kirche

By (author) Karl-Peter Krauss Series edited by Monica Rüthers Series edited by Heiko Haumann Series edited by Julia Richers

Book cover: Dem Vergessen entrissen

Extent: 320 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Jewish Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Lebenswelten osteuropaischer Juden

Language: German

Paperback (Published)

(November 2024)

ISBN: 9783412531881

5.75 x 8.66 inches

Price: $49.00

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Simon Leinmann (1904–1990) war ein neuapostolischer Christ jüdischer Herkunft. 1926 hatte er sich schließlich in Berlin niedergelassen. Er arbeitete, heiratete, gewann einen Freundeskreis, engagierte sich in seiner Kirchengemeinde. Doch 1938 wurde er als „Ostjude“ nach Polen deportiert. Er verlor alles: seine Frau, seine Heimat, seine Freunde, seine Kirchengemeinde. Wie brüchiges Gemäuer brach Leinmanns Sehnsuchtsraum zusammen. Nach dem Kriegsausbruch 1939 geriet er wegen seiner jüdischen Herkunft in einen menschenverachtenden Gewaltraum. Dass er die Shoa schwer gezeichnet überlebte, grenzt an ein Wunder. Sein Leben war gekennzeichnet von Brüchen, traumatischen Erfahrungen, Verletzungen, wechselnden Identitäten. Karl-Peter Krauss bietet Einblicke in ein fragmentiertes Leben.

Karl-Peter Krauss war an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Tübingen tätig und war viele Jahre Geschäftsführer der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa.

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