Aus dem Briefwechsel Friedrich Wilhelms IV. mit Bunsen.
By (author) Leopold von Ranke By (author) Friedrich Wilhelm IV. By (author) Christian K. J. von Bunsen
Paperback (Published)
(November 2013)
ISBN: 9783428167982
5.31 x 8.31 inches
Price: $174.00
On back order
Im Rahmen des Projekts »Duncker & Humblot reprints« heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.
»Bunsen, Christian K. J. von, preußischer Diplomat, * 25.8.1791 Korbach (Waldeck), † 28.11.1860 Bonn. (evangelisch)
Bunsens Lebens- und Bildungsweg führte vom Gymnasium seiner Heimatstadt über Marburg und Göttingen in die höchsten Kreise des wissenschaftlichen und politischen Lebens. Sein Leben verlief nach- und nebeneinander in den Bezirken wissenschaftlicher, kirchlich-religiöser und politischer Tätigkeiten und Bestrebungen. Freundschaften und Reisen vermittelten dem jungen Menschen aus bürgerlicher armer Familie frühzeitig einen Anschluß an bedeutende Vertreter des literarischen Lebens seiner Gegenwart. An den Befreiungskriegen hat Bunsen nicht teilgenommen. Die Bekanntschaft und Freundschaft mit B. G. Niebuhr in Berlin (Herbst 1813) führte die Wendung seines Lebens herbei. Als Niebuhr 1816 den preußischen Gesandtenposten in Rom übernahm, zog er Bunsen nach und veranlaßte seine Übernahme in den diplomatischen Dienst. Die großen Stationen seiner glänzenden diplomatischen Laufbahn, der es jedoch an schweren Fehlschlägen nicht gefehlt hat, waren Rom und nach einem kurzen Zwischenspiel in Bern London. Zu den hauptsächlichen Aufgaben seiner römischen Gesandtenzeit gehörten die Verhandlungen mit der Kurie aus Veranlassung der Auseinandersetzung über die gemischten Ehen; seine Abberufung aus Rom am 1.4.1838 stand in direktem Zusammenhang mit den sogenannten Kölner Wirren, bei denen der Gesandte Bunsen eine im ganzen unglückliche Rolle gespielt hat. Der große und dauernde Ruf, den sich Bunsen in Rom erworben hat, ist vornehmlich an den Sachverhalt geknüpft, daß er den von ihm erworbenen Palazzo Caffarelli auf dem Kapitol, dem preußischen Gesandtschaftssitz, zu einem einzigartigen, von seiner Persönlichkeit bestimmten kulturellen Mittelpunkt gemacht hat. Unter anderem ist seinem Wirken die Gründung des Archäologischen Instituts zu verdanken.
Bunsens ungewöhnlich rascher Aufstieg in der preußischen Beamtenhierarchie war ohne Zweifel eine Folge der Sympathie und des Vertrauens, welche ihm seine liturgischen Pläne sowie sein Eintreten für die evangelische Union bei Friedrich Wilhelm III. eingebracht hatten. Die Freundschaft mit dem Kronprinzen sicherte ihm die Fortsetzung seiner Karriere, die mit der Berufung nach London ›auf den ersten Posten der preußischen Diplomatie‹ einen neuen bedeutungsvollen Abschnitt erreichte. Diese Freundschaft hat einen Niederschlag gefunden in dem von Ranke 1873 herausgegebenen Briefwechsel des Königs mit Bunsen. Auf den Londoner Posten mochte er durch seine Heirat besonders vorbereitet sein. Zudem hatten ihn die vorausgegangenen Verhandlungen (1841) über das ›englisch-deutsche Bistum‹ zu Jerusalem sowie seine romantischen Vorstellungen über eine Zusammenarbeit des deutschen Protestantismus mit der anglikanischen Kirche besonders geeignet erscheinen lassen. Im Laufe der 40er Jahre erfüllte Bunsen eine geistige Mittlerrolle zwischen Preußen-Deutschland und England und förderte das gegenseitige Verständnis in mannigfachen Bereichen des kulturellen und religiösen Lebens in einem Maße, das später nicht wieder erreicht wurde.
Um so erfolgloser blieb der Gesandte am Hofe von Saint James in den politischen Aufgaben, die ihm gestellt waren oder die er sich selbst stellte. Er vermochte es nicht, die Teilnahme Englands für eine nationale Befreiung der schleswig-holsteinischen Fürstentümer zu erwirken, und so unterschrieb er am 8.5.1852 das Londoner Protokoll. Seine eigenmächtigen Bemühungen, Preußen im Verlauf des Krimkrieges an die Seite Englands heranzuführen und auf eine antirussische Politik festzulegen, wurden 1854 die Veranlassung seines Sturzes und des Abschlusses seiner diplomatischen Laufbahn.
Er zog sich nach Heidelberg und Bonn zurück und verbrachte die letzten sechs Jahre seines Lebens über gründlichen wissenschaftlichen und publizistischen Arbeiten, von denen die gegen ultramontane und unionsfeindliche Bestrebungen geschriebenen ›Zeichen der Zeit‹ eine große zeitgeschichtliche Wirkung hatten.«
Bußmann, Walter, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 17 f.
- By (author) Leopold von Ranke
- By (author) Friedrich Wilhelm IV.
- By (author) Christian K. J. von Bunsen
Other Titles in this Series
Der Allgemeine Teil des Deutschen Bürgerlichen Rechts.
Zweiter Band: Die rechtserheblichen Tatsachen, insbesondere das Rechtsgeschäft. Zweite Hälfte. Systematisches Handbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Zehnte Abteilung, erster Teil, zweiter Band, zweite Hälfte. Hrsg. von Karl Binding.
Encyclopädie der Rechtswissenschaft
in systematischer und alphabetischer Bearbeitung hrsg. unter Mitwirkung vieler namhafter Rechtsgelehrter. Erster, systematischer Theil.
Werke.
Vollständige Ausgabe durch einen Verein von Freunden des Verewigten. Siebenter Band, erste Abtheilung: Vorlesungen über die Naturphilosophie als der Encyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse. Zweiter Theil. Hrsg. von C. L. Michele
Die Organisation des Bodenkredits in Deutschland.
Erste Abteilung: Die staatlichen und provinziellen Bodenkreditinstitute in Deutschland. Erster Band: Entwicklungsgeschichte und Statistik.
Kleinere Beiträge zur Geschichte.
Von Dozenten der Leipziger Hochschule. Festschrift zum Deutschen Historikertage in Leipzig, Ostern 1894.
Die offene Handelsgesellschaft im Zivilprozesse.
(Aus der Festgabe der Leipziger Juristenfakultät für Rudolph Sohm).
Die Unvollkommenheit des Völkerrechts.
Rede, gehalten am hundertjährigen Gründungstag der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, 18. Oktober 1918, von dem derzeitigen Rektor.
Lehrbuch des deutschen Verwaltungsrechtes.
Im Anschluss an das Lehrbuch des deutschen Staatsrechtes von demselben Verfasser bearbeitet. Theil I: Allgemeine Lehren – Innere Verwaltung.
Sämmtliche Werke.
Siebenter Band: Zur Deutschen Geschichte. Vom Religionsfrieden bis zum dreißigjährigen Krieg.
Meisterwerke.
Zehnter Band: Französische Geschichte vornehmlich im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Fünfter Band.
Die Preisbildung an der Wertpapierbörse
insbesondere auf dem Industrieaktienmarkt der Berliner Börse.
Die Kündigung des englischen Handelsvertrags
und ihre Gefahr für Deutschlands Zukunft. (Sonderabdruck aus Schmollers Jahrbuch, N.F. Band XXI, 4. Heft).
Der Großbetrieb, ein wirtschaftlicher und socialer Fortschritt.
Eine Studie auf dem Gebiete der Baumwollindustrie.
Der Vorentwurf zu einem Schweizerischen Civilgesetzbuch.
(Sonderabdruck aus Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, XXV. 3. 4.).
Das Tagebuch Dietrich Sigismund von Buchs (1674–1683).
Erster Band. Hrsg. von Ferdinand Hirsch. (Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Mark Brandenburg).
Anthropogeographische Beiträge. – Zur Gebirgskunde,
vorzüglich Beobachtungen über Höhengrenzen und Höhengürtel. Hrsg. im Auftrage des Vereins für Erdkunde und der Carl Ritter-Stiftung zu Leipzig. (Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Vereins für Erdkunde zu Leipzig, Band II).
Ungarische Rundschau für historische und soziale Wissenschaften.
Unter Mitwirkung von Viktor Concha - Friedrich Riedl - Ludwig von Thallóczy hrsg. von Gustav Heinrich. 4. Jg., 2. Heft, 1915 (S. 247–534).
Britisch-westindische Wirtschaftspolitik.
Ein Beitrag zur Beurteilung moderner Kolonialprobleme. (Staats- und sozialwissenschaftliche Forschungen, Heft 142).
Die staatsrechtliche Stellung der Handelskammern.
(Sonderdruck aus der Bonner Festgabe für Ernst Zitelmann (S. 169–189)).
Grundriß des Staatskirchenrechts.
Grundriß des Österreichischen Rechts in systematischer Bearbeitung. Dritter Band, dritte Abteilung. Hrsg. von August Finger - Otto Frankl.
Die Personalbesteuerung.
Gutachten auf Veranlassung der Eisenacher Versammlung zur Besprechung der socialen Frage. (Schriften des Vereins für Socialpolitik III).
Similar Books
Ars Prophetica
Theology in the Poetry of Twentieth-Century Hebrew Poets Avraham Halfi, Shin Shalom, Amir Gilboa, and T. Carmi
Between Bones and Beliefs
Human-Bird Relations in Central and Northern Europe in the First Millennium AD
Volume 4
Cahiers de l’Association internationale des études françaises
J. M. G. Le Clézio - Enseigner les littératures francophones aujourd’hui - Récit de soi et expérience de l’illusion (XVIIe-XVIIIe siècles)
Volume 78
Cahiers de littérature française
Les Métamorphoses du texte. Enjeux intertextuels et transpositions visuelles
Volume 25
Cahiers de recherches médiévales et humanistes – Journal of Medieval and Humanistic Studies
Volume 51
Cahiers de sémiotique des cultures
Ponctuation et sens. Nouvelles perspectives / Punctuation and meaning. New perspectives
Volume 6
Christina of Sweden in Context
A Celebration of Seventeenth-Century Queenship 400 Years in the Making
CompLit
Myth, Folklore and Magic in European Literatures. Critical and Contemporary Reconfigurations
Dis/United States of Vulnerability
Literary and Cultural Transgressions in U.S. Poetry Since the 1960s
Volume 330
Engaged Languages and Literatures / Langues et Littératures engagées
Critical Views / Regards Critiques
European Drama and Performance Studies
Dramatisations politiques. Théâtre, politique et idéologie au XIXe siècle (1806-1914)
Volume 27
