Arbeitsrhythmus und Anstaltsalltag

Arbeit in der Psychiatrie vom frühen 19. Jahrhundert bis in die NS-Zeit

Edited by Monika Ankele Edited by Eva Brinkschulte

Book cover: Arbeitsrhythmus und Anstaltsalltag

Extent: 237 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Medicine

Language: German

Paperback (Published)

(January 2015)

ISBN: 9783515109178

6.69 x 9.49 inches

Price: $86.00

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Wie kein anderes Behandlungskonzept hat die Arbeit als therapeutisches Mittel die Anstaltspsychiatrie von Beginn an begleitet und hat noch heute – wenn auch in stark veranderter Form – ihren festen Platz im Therapieangebot psychiatrischer Einrichtungen. Trotz dieses herausragenden Stellenwerts, den sie einnahm und einnimmt, ist sie bisher kaum erforscht. Dieser Band bietet nun erstmals einen historischen Uberblick uber das therapeutische Konzept von Arbeit und dessen Bedeutung fur die Behandlung psychisch Kranker seit dem fruhen 19. Jahrhundert bis in die NS-Zeit. Die Beitrage beleuchten quellennah und mit unterschiedlichen Schwerpunkten die Praxis der Arbeitstherapie in einzelnen Anstalten und setzen diese in den Kontext der politischen, okonomischen und sozialen Entwicklungen ihrer Zeit. So werden Bruche und Kontinuitaten des arbeitstherapeutischen Konzepts, sich wandelnde Zielsetzungen wie auch die vielfaltigen Effekte seiner Anwendung sichtbar. Soziologische und philosophische Annaherungen erweitern zudem den Blick auf die unterschiedlichen Konzepte von Arbeit und ihrer Funktionalisierung durch die Psychiatrie.

Monika Ankele ist seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut fur Geschichte und Ethik der Medizin des Universitatsklinikums Hamburg-Eppendorf (DFG-Projekt “‘Familienpflege’ und aktivere Krankenbehandlung: eine multiperspektivische Betrachtung der Arbeitstherapie im Alltag psychiatrischer Anstalten der 1920er Jahre”, Projektleitung: Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach). Studium der Geschichtswissenschaften in Graz, Wien, Berlin. 2008 Promotion zum Thema “Alltag und Aneignung in Psychiatrien um 1900. Selbstzeugnisse von Frauen aus der Sammlung Prinzhorn” (u.a. ausgezeichnet mit dem Kathe-Leichter Preis fur Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt). Forschungsschwerpunkte: Psychiatriegeschichte des 19./20. Jahrhunderts, Kultur- und Sozialgeschichte, Patientengeschichte, Geschlechtergeschichte. Eva Brinkschulte ist seit 2003 Leiterin des Bereichs Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin der Medizinischen Fakultat der Otto-von-Guericke-Universitat Magdeburg. Studium der Geschichtswissenschaften und Soziologie FU Berlin. Promotion 1996. Habilitation 2002. Forschungsschwerpunkte: Historische Frauen- und Geschlechtergeschichte in der Medizin, Patienten- und Krankenhausgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte der Sportmedizin und Orthopadie, Medizin und Offentlichkeit, mediale Kultur der Medizin.

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