200 Jahre Parkinsonsyndrom
1817-2017
by Hans-Peter Ludin
Paperback (Published)
(March 2017)
ISBN: 9783796536441
Price: $36.00
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1817 hat der englische Arzt James Parkinson in An Essay on the Shaking Palsy das Krankheitsbild, das heute seinen Namen tragt, erstmals beschrieben. Zittern (Tremor) und Bewegungsstorung (Akinese) waren zwar schon lange bekannt. Parkinson hat aber erkannt, dass die Symptome Teil einer einzigen Krankheit sind. Rund 50 Jahre spater hat Jean-Martin Charcot in Paris das klinische Bild vervollstandigt und auch erste Therapieversuche gemacht. Zahlreiche Forscher und Arzte haben sich in der Folge um die Hintergrunde und die Behandlung der Krankheit bemuht. Einen riesigen Schritt vorwarts hat in Wien Oleh Hornykiewicz mit dem Nachweis eines stark verminderten Gehalts der Ubertragersubstanz Dopamin in bestimmten Hirnarealen der Betroffenen ermoglicht. Mit der Anwendung der Vorlaufersubstanz L-Dopa durch Oleh Hornykiewicz und Walther Birkmayer in Wien und durch George Cotzias in New York konnte vor gut 50 Jahren erstmals eine symptomatische Therapie eingefuhrt werden, die das Schicksal der Patienten stark verbessert hat. Die Lebensqualitat der Betroffenen ist seither viel hoher und ihre Lebenserwartung hat sich praktisch normalisiert. Angefeuert durch diesen Erfolg hat das wissenschaftliche Interesse am Parkinsonsyndrom noch einmal stark zugenommen. Trotz vieler Fortschritte ist die Ursache der Krankheit immer noch umstritten und eine ursachliche Behandlung, die eine Heilung brachte, ist noch nicht in Sicht. Nicht einmal Parkinsons Hoffnung, dass das Fortschreiten der Krankheit bald aufgehalten werden konne (“there appears to be sufficient reason for hoping that some remedial process may were long be discovered, by which, at least, the progress of the disease may be stopped”), hat sich nach 200 Jahren erfullt.
- By (author) Hans-Peter Ludin
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