Methodik der Fortbildung des sekundären Unionsrechts

Eine Untersuchung auf Grundlage der Funktion des Gerichtshofes der EU im Prozess der Rechtserzeugung und Rechtsverwirklichung

By (author) Patrick Tschech

Book cover: Methodik der Fortbildung des sekundären Unionsrechts

Extent: 500 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Series: Studien zum europäischen und deutschen Öffentlichen Recht

Language: German

Paperback (Forthcoming)

(January 2027)

ISBN: 9783162006622

6.1 x 9.13 inches

Price: $165.00

Under what conditions may the European Court of Justice further develop secondary law, and when does it exceed its limits? By systematically linking legal, linguistic, and European law theory, Patrick Tschech outlines a clear and comprehensible methodology for EU secondary law.


Patrick Tschech develops a methodology for the advancement of EU secondary law based on a consistent integration of legal theory, linguistic theory, and European law doctrine. To this end, he first designs-drawing on the Pure Theory of Law-a theoretical model that describes the process of law-making and law realization within a specific legal order. On this basis, he analyses the EU legal order and defines the role of the Court of Justice of the European Union in relation to other branches of power.
To reflect this functional distribution, it is also useful in the context of secondary law to apply the distinction, familiar in German legal methodology, between interpretation and legal development. However, for reasons related to linguistic theory, this distinction cannot be based on the possible literal meaning. Instead, Tschech proposes a separate criterion aligned with the Court’s function and explains why interpretation and legal development are in fact distinct methods rather than merely different stages within a single process of legal reasoning.
Building on this, he develops a theory of legal gaps that enables the Court to fulfil its role in ensuring the coherence of EU law without unilaterally extending its scope of regulation at the expense of the Member States.

Einführung
A. Die elementare Funktion der juristischen Methodik für die Legitimation unabhängiger richterlicher Gewalt - B. Die Übertragung der methodologischen Unterscheidung zwischen Auslegung und Rechtsfortbildung auf das Unionsrecht durch deutschsprachige Autoren - C. Lücken der Forschung zur Methodik der Rechtsfortbildung im Unionsrecht - D. Das Ziel der Untersuchung
1. Kapitel: Grundlagen der methodologischen Untersuchung
A. Ausgangspunkt: Bewertung einer Methodik nach der Zweckmäßigkeit im Hinblick auf ein Ziel - B. Rechtstheorie als Voraussetzung für die Entwicklung juristischer Methoden - C. Zweckmäßiger Ausgangspunkt der Untersuchung: Recht als sich selbst regulierende Ordnung - D. Zusammenfassung und Ergebnis des 1. Kapitels
2. Kapitel: Der Prozess der Erzeugung und Verwirklichung des Unionsrechts und die Funktion des Gerichtshofes der EU für diesen
A. Die Unionsrechtsordnung und ihr Zusammenwirken mit den Rechtsordnungen der Mitgliedsstaaten - B. Die Rechtserzeugung auf Unionsebene - C. Grundprinzipien der Rechtserzeugung und Rechtsverwirklichung in der Unionsrechtsordnung - D. Die Funktionen des Gerichtshofes im Hinblick auf das Sekundärrecht in Abgrenzung zu anderen Akteuren - E. Zusammenfassung und Ergebnis des 2. Kapitels
3. Kapitel: Die Zweckmäßigkeit und methodologische Durchführbarkeit der Unterscheidung zwischen Auslegung und Rechtsfortbildung
A. Die Unterscheidung zwischen Auslegung und Rechtsfortbildung im Unionsrecht - B. Die Schwierigkeiten bei der methodologischen Abgrenzung der Rechtsfortbildung - C. Die Untauglichkeit des „möglichen Wortsinnes" zur Begrenzung schöpferischer Interpretation auf Fälle sprachlicher Unklarheit - D. Die zweckmäßige Beschränkung der Mittel schöpferischer Interpretation von Rechtsakten - E. Die Abgrenzung von Auslegung und Rechtsfortbildung - F. Zusammenfassung und Ergebnis des 3. Kapitels
4. Kapitel: Die Methodik der Fortbildung des sekundären Unionsrechts
A. Die Befugnis und Pflicht des Gerichtshofes zur Fortbildung des sekundären Unionsrechts - B. Eine Lücke im Sekundärrecht als Voraussetzung für die Zulässigkeit der Rechtsfortbildung - C. Zur Feststellung von Lücken am Maßstab der Kohärenz - D. Die Methodik der Ausfüllung von Lücken - E. Grenzen der Rechtsfortbildung durch den Gerichtshof - F. Zusammenfassung des 4. Kapitels und Gesamtergebnis: Modell einer Methodik der Fortbildung des sekundären Unionsrechts
Schlussbetrachtung

  • By (author) Patrick Tschech