Das Gehirn selbst nimmt sich nicht wahr: Hirnforschung und Psychotherapie

Andreas Heinz und Gerhard Roth im Gespräch mit Uwe Britten

By (author) Andreas Heinz By (author) Gerhard Roth Edited by Uwe Britten Series edited by Uwe Britten

Book cover: Das Gehirn selbst nimmt sich nicht wahr: Hirnforschung und Psychotherapie

Extent: 144 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Series: Psychotherapeutische Dialoge

Language: German

Paperback (Published)

(September 2017)

ISBN: 9783525451939

4.84 x 8.07 inches

Price: $35.00

On back order

Gehirn und Psyche sind zwei Seiten einer Medaille!


Der Mensch ist ein biologisches Wesen. Damit entstehen auch alle psychischen Phänomene innerhalb einer biologischen Struktur, nämlich der des Gehirns. Wer daraus jedoch folgert, psychische Beeinträchtigungen ließen sich etwa mit einem Mehr oder Weniger an Dopamin oder Serotonin im synaptischen Spalt erklären, irrt, denn viel zu komplex und wechselwirkend ist die Funktionsweise der neuronalen Struktur, um sie mit einem schlichten »Wenn A, dann B« zu erklären.

Hochkomplexe psychische Beeinträchtigungen und Erkrankungen resultieren zudem aus einer von Sinnfragen überlagerten inneren Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst. So werden sowohl reine Biologisten als auch jene Fachleute, die einen von neuronalen Abläufen unabhängigen menschlichen »Geist« propagieren, dem komplizierten Zusammenspiel von Hirnphysiologie einerseits sowie der kulturellen, also psychosozial gewordenen Überformung durch Sinngebung andererseits nicht gerecht.

Gerhard Roth und Andreas Heinz diskutieren in ihrem Gespräch die vielschichtigen Bedingungen, die das Entstehen psychischer Störungen nach sich ziehen können. Die Hirnforschung wirkt hier als hilfreiche Stütze der Psychotherapie, zeigt dieser aber auch die Begrenztheit bisheriger therapeutischer Wirkmodelle auf.

  • By (author) Andreas Heinz
  • By (author) Gerhard Roth
  • Edited by Uwe Britten
  • Series edited by Uwe Britten