Für welche Probleme sind Diagnosen eigentlich eine Lösung?
Tom Levold und Hans Lieb im Gespräch mit Uwe Britten
By (author) Tom Levold By (author) Hans Lieb Edited by Uwe Britten Series edited by Uwe Britten
Paperback (Published)
(March 2017)
ISBN: 9783525451922
4.84 x 8.07 inches
Price: $35.00
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Sind Diagnosen bei psychischen Beeinträchtigungen überhaupt sinnvoll?
Bei inzwischen mehreren Hundert Diagnosen fur psychische Storungen sind die internationalen Klassifikationssysteme DSM und ICD mittlerweile angekommen – ist das noch durch irgendetwas gerechtfertigt? Und: Wofur sind Diagnosen bei psychischen Beeintrachtigungen uberhaupt sinnvoll? Tom Levold und Hans Lieb suchen im Gesprach nach Antworten. Gerade zu Beginn einer Psychotherapie kann eine standardisierte Diagnostik mit dem Erkennen von Symptomen und der Nennung einer Diagnose hilfreich sein, insbesondere fur die Psychotherapeuten selbst. Das gibt ihnen Sicherheit. Doch mit dem Fortschreiten der Therapie ist es ratsam, sich von den allzu einengenden Schablonen heutiger Diagnosen zu distanzieren und den Blick zu weiten, um den Klienten in seiner menschlichen Tiefe besser zu verstehen. Tom Levold und Hans Lieb stehen der gangigen standardisierten Diagnostik mit Vorbehalten gegenuber, zumal so getan werde, als existierten psychische Erkrankungen fur sich irgendwo. Das tun sie aber nicht, denn die Problemlagen der Klienten sind viel komplexer, als die Diagnosen es suggerieren, sodass die Vergabe einer Diagnose nichts anderes als eine Fremdbeobachtung ist, die oft wenig mit dem Erleben der Klienten zu tun hat. Zwar stehen Diagnosen stets im Raum, wenn es um psychische Erkrankungen geht, doch sie sollten mit kritischer Distanz reflektiert werden. Wir konnen nicht nicht diagnostizieren, meint Hans Lieb. Ja, erganzt Tom Levold, aber wir durfen menschlichen Sinn nicht medizinisieren.
- By (author) Tom Levold
- By (author) Hans Lieb
- Edited by Uwe Britten
- Series edited by Uwe Britten
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