Die vorromanischen Handschriften der Wurttembergischen Landesbibliothek Stuttgart
adapted by Peter Burkhart
Uber die Halfte der 64 hier beschriebenen Handschriften stammt aus dem Bodenseeraum mit den beiden Klostern Reichenau und Sankt Gallen; verfasst wurden sie schwerpunktmaaig im 9. und fruhen 10. Jahrhundert. Durch verwandte Initialgestaltung gruppieren sich einige dieser Codices eng um das Donaueschinger Sakramentar, einige andere um den Folchart-Psalter. Eine kleine Gruppe vermutlich Konstanzer Handschriften ist erst im 11. Jahrhundert entstanden; sie zeigen schon fruhe Formen der Spaltleisteninitiale. In allen diesen Fallen handelt es sich um fast ausschliealich ornamentalen Schmuck in Federzeichnung. Eines der prachtigsten und gleichzeitig das alteste Werk im Katalog ist der Echternacher Psalter aus dem fruhen 8. Jahrhundert mit reicher Dekoration in einem Mischstil aus insularen und merowingischen Elementen. Zwei uppig ausgestattete und aus der Literatur gut bekannte Evangeliare vertreten die ottonische Kolner Schule. Der um 830 entstandene sogenannte Stuttgarter Bilderpsalter mit weit uber 300 Miniaturen sowie ein gleichaltriges Evangeliar als alteste touronische Miniaturenhandschrift sind sicher die prominentesten Werke. Teilweise von hoher kunstlerischer Qualitat sind weitere Codices des 9. Jahrhunderts aus Nordfrankreich. Zwei Evangeliare aus Flandern aus dem dritten Viertel des 11. Jahrhunderts belegen die Verbindungen zur Winchesterschule und stehen zeitlich am Ende des bearbeiteten Bestands. Der Katalog bietet neben den Beschreibungen der Handschriften mehrere Register sowie einen ausfuhrlichen Tafelteil, der die reichen Illuminationen wiedergibt.
Uber die Halfte der 64 hier beschriebenen Handschriften stammt aus dem Bodenseeraum mit den beiden Klostern Reichenau und Sankt Gallen; verfasst wurden sie schwerpunktmaaig im 9. und fruhen 10. Jahrhundert. Durch verwandte Initialgestaltung gruppieren sich einige dieser Codices eng um das Donaueschinger Sakramentar, einige andere um den Folchart-Psalter. Eine kleine Gruppe vermutlich Konstanzer Handschriften ist erst im 11. Jahrhundert entstanden; sie zeigen schon fruhe Formen der Spaltleisteninitiale. In allen diesen Fallen handelt es sich um fast ausschliealich ornamentalen Schmuck in Federzeichnung. Eines der prachtigsten und gleichzeitig das alteste Werk im Katalog ist der Echternacher Psalter aus dem fruhen 8. Jahrhundert mit reicher Dekoration in einem Mischstil aus insularen und merowingischen Elementen. Zwei uppig ausgestattete und aus der Literatur gut bekannte Evangeliare vertreten die ottonische Kolner Schule. Der um 830 entstandene sogenannte Stuttgarter Bilderpsalter mit weit uber 300 Miniaturen sowie ein gleichaltriges Evangeliar als alteste touronische Miniaturenhandschrift sind sicher die prominentesten Werke. Teilweise von hoher kunstlerischer Qualitat sind weitere Codices des 9. Jahrhunderts aus Nordfrankreich. Zwei Evangeliare aus Flandern aus dem dritten Viertel des 11. Jahrhunderts belegen die Verbindungen zur Winchesterschule und stehen zeitlich am Ende des bearbeiteten Bestands. Der Katalog bietet neben den Beschreibungen der Handschriften mehrere Register sowie einen ausfuhrlichen Tafelteil, der die reichen Illuminationen wiedergibt.
- Adapted by Peter Burkhart
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