Der österreichische “Ständestaat” und die europäischen Mächte

Von der Machtübernahme Hitlers zum Juliabkommen (1933–1936)

By (author) Richard Schober

Book cover: Der österreichische “Ständestaat” und die europäischen Mächte

Extent: 761 pages

Publisher: Böhlau Verlag Wien

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(September 2021)

ISBN: 9783205211310

6.89 x 9.65 inches

Price: $125.00

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Zwischen Hitler und Mussolini


Diese Monographie analysiert eingehend einen entscheidenden Abschnitt mitteleuropaischer Diplomatiegeschichte, in deren Mittelpunkt die sogenannte ‘Osterreichfrage’ im Zeitraum von 1933-1936 steht. Osterreich war damals nicht Subjekt, sondern Objekt im Spiel der europaischen Machte, insbesondere des Deutschen Reiches und Italiens. Als solches war der kleine Alpenstaat wohl fur das Gleichgewicht und den europaischen Frieden wichtig, aber kaum in der Lage eine selbstbestimmte Aussenpolitik zu betreiben. Die deutsch-osterreichischen Beziehungen waren vor allem vor dem Juliabkommen von politischer Gewalt uberschattet und entsprachen uber weite Strecken nicht normalen volkerrechtlichen Prinzipien. Osterreich wurde von Hitler, der in dieser Frage weitgehend das Aussenamt ausschaltete, als innenpolitisches Problem des Gesamtdeutschtums und nicht als Teil einer europaischen Frage gesehen. Da die Grossmachte, besonders Italien, die Bedeutung fur das europaische Gleichgewicht und damit auch fur ihre eigene Sicherheit und Machtstellung erkannten, fuhrte das Osterreichproblem auch zu schwerwiegenden bilateralen Belastungen in Europa. Die Arbeit basiert weitgehend auf ungedruckten wie gedruckten Quellen aus italienischen, osterreichischen, deutschen und vereinzelt auch franzosischen sowie britischen Archiven. Vor allem die noch wenig ausgewerteten italienischen Dokumente erweitern nicht nur die Kenntnis von aussen- sondern auch von innenpolitischen Vorgangen im damaligen Osterreich. Als durchgangiger Ansatz wurden die Interdependenzen der Machte in der osterreichischen Frage im gesamten europaischen Kontext gewahlt.

  • By (author) Richard Schober