Die deutsche Virginia Woolf
Frühe Übersetzungen und Kritik (1928–1932)
By (author) Daniel Göske Edited by
Paperback (Published)
(February 2023)
ISBN: 9783515134705
6.69 x 9.49 inches
Price: $9.00
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Die fruhe deutsche Rezeption der englischen Modernistin Virginia Woolf war Teil des grenzen- und sprachenuberschreitenden Literaturbetriebs um 1930. Auf der Basis von Verlagsarchiven und detaillierten Textvergleichen beleuchtet dieser Essay die Entstehung, Gestalt und Wirkung von drei ihrer bedeutendsten Erzahlexperimente, die der Leipziger Insel Verlag von 1928 bis 1931 publizierte: “Mrs Dalloway” (1925), “Orlando” (1928) und “To the Lighthouse” (1927). Dabei kommen neben den Ubersetzern Theresia Mutzenbecher und Karl Lerbs auch die anderen Akteure des Literaturbetriebs in den Blick: Agenten, Lektoren, Verleger und Rezensenten. Im Zentrum steht die schwierige “Modellierarbeit” (Lerbs) der Ubersetzer. Unter grossem Zeitdruck und mit erstaunlichem Einsatz sorgten sie dafur, dass Woolfs “Joyce’scher Stil” (Mutzenbecher) und das “unendlich dichte” Textgewebe (Lerbs) ihrer Werke auch im Deutschen erkennbar wurden, bevor die Weltwirtschaftskrise und die nationalsozialistische Barbarei der Internationalisierung des deutschen Buchmarkts ein vorlaufiges Ende setzten.
Die fruhe deutsche Rezeption der englischen Modernistin Virginia Woolf war Teil des grenzen- und sprachenuberschreitenden Literaturbetriebs um 1930. Auf der Basis von Verlagsarchiven und detaillierten Textvergleichen beleuchtet dieser Essay die Entstehung, Gestalt und Wirkung von drei ihrer bedeutendsten Erzahlexperimente, die der Leipziger Insel Verlag von 1928 bis 1931 publizierte: “Mrs Dalloway” (1925), “Orlando” (1928) und “To the Lighthouse” (1927). Dabei kommen neben den Ubersetzern Theresia Mutzenbecher und Karl Lerbs auch die anderen Akteure des Literaturbetriebs in den Blick: Agenten, Lektoren, Verleger und Rezensenten. Im Zentrum steht die schwierige “Modellierarbeit” (Lerbs) der Ubersetzer. Unter grossem Zeitdruck und mit erstaunlichem Einsatz sorgten sie dafur, dass Woolfs “Joyce’scher Stil” (Mutzenbecher) und das “unendlich dichte” Textgewebe (Lerbs) ihrer Werke auch im Deutschen erkennbar wurden, bevor die Weltwirtschaftskrise und die nationalsozialistische Barbarei der Internationalisierung des deutschen Buchmarkts ein vorlaufiges Ende setzten.
- By (author) Daniel Göske
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