Strafprozess und Dekonstruktion

Eine Studie zur Anwesenheit des Angeklagten in der Hauptverhandlung

by Yann Romund

Book cover: Strafprozess und Dekonstruktion

Extent: 353 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law, Philosophy

Series: Studien und Beiträge zum Strafrecht

Series volume number: 36

Language: German

Hardback (Published)

(January 2023)

ISBN: 9783161618147

9.09 x 6.06 inches

Price: $137.00

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Yann Romund explores the principles of orality, immediacy, and presence of the defendant that are core elements of the main hearing. The philosophy of deconstruction can both question the self-evidence of these principles and improve our general understanding of criminal procedure.


Die Hauptverhandlung wird seit dem Jahr 1879 von den miteinander verwobenen Grundsatzen der Mundlichkeit, Unmittelbarkeit und Anwesenheit beherrscht. Der Angeklagte hat nicht nur das Recht, sondern grundsatzlich auch die Pflicht, wahrend der gesamten Hauptverhandlung anwesend zu sein. Keine der bisher vorgebrachten Begrundungen vermag jedoch diesen schweren Grundrechtseingriff zu rechtfertigen. Gibt es tiefere Grunde fur unser Verlangen nach der Prasenz des Angeklagten? Warum genugt uns nicht die schriftliche Stellungnahme des Abwesenden oder dessen Vertretung? Ein Bruckenschlag zur Philosophie der Dekonstruktion verspricht uns Antworten auf diese Fragen. Dabei wird deutlich, dass sich das von Jacques Derrida diagnostizierte Ressentiment gegen Schriftlichkeit, Mittelbarkeit und Abwesenheit mit frappierender Ahnlichkeit in der Gestaltung unseres auf Prasenz beruhenden Prozessmodells widerspiegelt. Eine Parallele, bei der es sich nicht um eine Zufalligkeit handelt.

  • By (author) Yann Romund