Heinrich von Veldeke. Eneasroman
CD-ROM zum Faksimile. Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Ms. germ. fol. 282)
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Mit dem ‘Eneasroman’ als Teil einer virtuellen Bibliothek wird ein Blick in die faszinierende Welt der mittelalterlichen Handschriften eroffnet.Die Geschichte des trojanischen Helden Eneas ist der erste deutschsprachige Roman des Mittelalters. Die 1823 von der Koniglichen Bibliothek in Berlin erworbene Pergamenthandschrift ist zwischen 1210 und 1220 entstanden und bietet die ausfuhrlichste Uberlieferung unter den ersten Textquellen. Die 136 Miniaturen stellen zugleich das fruheste Zeugnis nachantiker Illustrationen zur antiken Eneas-Sage dar. In diesem digitalen Faksimile ist der Buchcharakter nachempfunden. Ohne komplizierte Navigation kann durch einfaches Anklicken der Seiten wie in einem Buch geblattert werden. Alle Abbildungen werden erlautert, und der mittelhochdeutsche Originaltext kann per Mausklick in moderne Schreibweise transkribiert oder in die moderne deutsche Sprache ubertragen werden. Systemvoraussetzungen: Win 98 oder hoher, Pentium III, 350 MHz, CD-Rom Laufwerk ab 12x, 10 MB freie Festplattenkapazitat, True Color (32-Bit), Auflosung 1024 x 768
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"Review - German ""Die erste CD ist Teil des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin initiierten Projekts ""Virtuelle Bibliothek"" und widmet sich einem der kostbarsten Bucher der Berliner Staatsbibliothek. Die Pergamenthandschrift Ms. germ. fol. 282 entstand um 1220 im nordbairischen Raum und enthalt die alteste Uberlieferung des Eneas-Romans Heinrich von Veldeke. Ihre 71 Bildseiten mit meist zwei Bildstreifen entwickeln in sorgfaltigen Federzeichnungen das fruheste nachantike Bildprogramm zur Aeneas-Sage.Die CD bietet bildschirmgrosse Abbildungen von jeder Doppelseite sowie vom Einband der Handschrift. Die Scharfe und Farbqualitat der Abbildungen ist hervorragend und kommt spielend an das Faksimile von 1992 heran. Um den Buchcharakter moglichst unverfalscht zu bewahren, wird der durch Mausklick ausgeloste Blattervorgang fotorealistisch wiedergegeben (...). Zur weiteren Erschliessung der Textseiten kann man ein Fenster offnen, das sich wie eine Lupe uber den Text ziehen lasst und das den Blick frei gibt auf eine hinter der Abbildung liegende Handschriftentranskription oder (...) neuhochdeutsche Ubersetzung. (...)Die Miniaturen sind einerseits durch eben ein solches (kleines und nicht alle Randbereiche erfassendes) Lupenfenster erschlossen. Zudem gibt es fur jede Miniatur eine knappe Bildbeschreibung, in der auch die Spruchbander transkribiert und ubersetzt werden. Transkribiert sind auch die beigebundenen neuzeitlichen Notizen zur Handschrift, nicht aber die Eintrage und Federproben auf den Innenspiegeln und auf den Miniaturen. Dank eines sehr hilfreichen Registers, von dem aus man zu bestimmten Miniaturen oder Textabschnitten springen kann, ist die CD ubersichtlich zu navigieren.Wie schon die ausserst knappe Einfuhrung ohne jede Literaturangabe zeigt, ist die CD nicht primar fur die Forschung, sondern fur eine breite Benutzergruppe von interessierten Laien gedacht. Diese bekommt eine ausserst gefallig gestaltete, editorisch qualitatsvolle, vor allem nicht akademisch uberladene und uberformte digitale Ausgabe in die Hand.""In: Germanistik. Neue Folge 3 (2004). S. 631-632."
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„Die erste CD ist Teil des vom Deutschen Historischen Museum in Berlin initiierten Projekts „Virtuelle Bibliothek“ und widmet sich einem der kostbarsten Bücher der Berliner Staatsbibliothek. Die Pergamenthandschrift Ms. germ. fol. 282 entstand um 1220 im nordbairischen Raum und enthält die älteste Überlieferung des Eneas-Romans Heinrich von Veldeke. Ihre 71 Bildseiten mit meist zwei Bildstreifen entwickeln in sorgfältigen Federzeichnungen das früheste nachantike Bildprogramm zur Aeneas-Sage.<br/>Die CD bietet bildschirmgroße Abbildungen von jeder Doppelseite sowie vom Einband der Handschrift. Die Schärfe und Farbqualität der Abbildungen ist hervorragend und kommt spielend an das Faksimile von 1992 heran. Um den Buchcharakter möglichst unverfälscht zu bewahren, wird der durch Mausklick ausgelöste Blättervorgang fotorealistisch wiedergegeben (...). Zur weiteren Erschließung der Textseiten kann man ein Fenster öffnen, das sich wie eine Lupe über den Text ziehen lässt und das den Blick frei gibt auf eine hinter der Abbildung liegende Handschriftentranskription oder (...) neuhochdeutsche Übersetzung. (...)<br/>Die Miniaturen sind einerseits durch eben ein solches (kleines und nicht alle Randbereiche erfassendes) Lupenfenster erschlossen. Zudem gibt es für jede Miniatur eine knappe Bildbeschreibung, in der auch die Spruchbänder transkribiert und übersetzt werden. Transkribiert sind auch die beigebundenen neuzeitlichen Notizen zur Handschrift, nicht aber die Einträge und Federproben auf den Innenspiegeln und auf den Miniaturen. Dank eines sehr hilfreichen Registers, von dem aus man zu bestimmten Miniaturen oder Textabschnitten springen kann, ist die CD übersichtlich zu navigieren.<br/>Wie schon die äußerst knappe Einführung ohne jede Literaturangabe zeigt, ist die CD nicht primär für die Forschung, sondern für eine breite Benutzergruppe von interessierten Laien gedacht. Diese bekommt eine äußerst gefällig gestaltete, editorisch qualitätsvolle, vor allem nicht akademisch überladene und überformte digitale Ausgabe in die Hand.“<br/><br/>In: Germanistik. Neue Folge 3 (2004). S. 631-632.
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