Villa Garten Landschaft
Stadt und Land in der florentinischen Toskana als asthetischer und politischer Raum
by Christoph Bertsch and foreword by Luigi Zangheri, photographs by Lois Weinberger
Hardback (Published)
(September 2012)
ISBN: 9783786126744
Price: $32.00
On back order
Im 14. und 15. Jahrhundert verbrachten viele Stadtburger von Florenz mehrere Monate im Jahr auf dem Land. Der enge Austausch zwischen Stadt und Land fuhrte zur veranderten Wahrnehmung des Raumes und zur Entwicklung perspektivischer Raumkonzepte. Die Villa im Florentiner Umland bildete einen Ruckzugsort fur die merkantile Mittelschicht von Ladenbesitzern und Tucherzeugen, Notaren oder Bankiers. Ihr Idealtyp verdeutlicht komplexe geisteswissenschaftliche und sozialhistorische Entwicklungslinien: Die Leitidee der toskanischen Renaissance, Leben und Arbeiten, erzeugte ein stets labiles Gleichgewicht zwischen humanistischem Ideal und wirtschaftlichen Interessen. Die politische und wirtschaftliche Aneignung und Ausbildung der stadtnahen Kulturlandschaft des contado beeinflusste die Wahrnehmung von Natur. Jenseits einer Kunstgeschichte als Herrschaftsgeschichte werden in diesem Buch die Anwesen von Florentiner Familien – neben denjenigen der Medici – sowie anonyme Architekturen prasentiert. Themen sind Lage und Aussicht der Villen sowie gartenspezifische Fragen im Zusammenhang mit einer neuen Erfahrung der Natur. Hinzu treten zeitgenossische Texte zum Leben auf dem Land, literarische Zeugnisse und die bildnerischen Werke des 14. und 15. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ein Katalog ausgewahlter Florentiner Villen und Garten ladt zu Erkundungsfahrten ein.
Im 14. und 15. Jahrhundert verbrachten viele Stadtburger von Florenz mehrere Monate im Jahr auf dem Land. Der enge Austausch zwischen Stadt und Land fuhrte zur veranderten Wahrnehmung des Raumes und zur Entwicklung perspektivischer Raumkonzepte. Die Villa im Florentiner Umland bildete einen Ruckzugsort fur die merkantile Mittelschicht von Ladenbesitzern und Tucherzeugen, Notaren oder Bankiers. Ihr Idealtyp verdeutlicht komplexe geisteswissenschaftliche und sozialhistorische Entwicklungslinien: Die Leitidee der toskanischen Renaissance, Leben und Arbeiten, erzeugte ein stets labiles Gleichgewicht zwischen humanistischem Ideal und wirtschaftlichen Interessen. Die politische und wirtschaftliche Aneignung und Ausbildung der stadtnahen Kulturlandschaft des contado beeinflusste die Wahrnehmung von Natur. Jenseits einer Kunstgeschichte als Herrschaftsgeschichte werden in diesem Buch die Anwesen von Florentiner Familien – neben denjenigen der Medici – sowie anonyme Architekturen prasentiert. Themen sind Lage und Aussicht der Villen sowie gartenspezifische Fragen im Zusammenhang mit einer neuen Erfahrung der Natur. Hinzu treten zeitgenossische Texte zum Leben auf dem Land, literarische Zeugnisse und die bildnerischen Werke des 14. und 15. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ein Katalog ausgewahlter Florentiner Villen und Garten ladt zu Erkundungsfahrten ein.
- By (author) Christoph Bertsch
- Photographs by Lois Weinberger
- Foreword by Luigi Zangheri
Wer die Gartenbaukunst Norditaliens besser kennenlernen mochte, sollte zu einem Buch aus dem Reimer Verlag greifen, der die Villen im Florentiner Umfeld als einen Ruckzugsort fur die merkantile Mittelschicht von Bankiers, Tuchproduzenten oder Handlern beschreibt, einen sakularen "hortus conclusus". (...) Der Band ist daruber hinaus auch ein Katalog ausgewahlter Florentiner Villen und Garten und ladt zu deren Besichtigungen und zu Erkundungsfahrten dieser neuen "Kunst" ein.Der Kunsthistoriker Christoph Bertsch nimmt in seinem ungewohnlichen Buch die landschaftlich-gartnerische und architektonische Auspragung der Villen der Toskana unter die Lupe. (...) Ein Album mit einschlagigen Pflanzenfotografien aus dem Gartenarchiv des Kunstlers Lois Weinberger und eine Bildergeschichte mit Villenanlagen des contado beenden dieses eigenwillige, aber sehr lesenswerte Werk.Dieses hier vorgestellte Buch ist zwar eine wissenschaftliche Arbeit, dennoch liest es sich leicht und fuhrt den Geist auf angenehme Weise spazieren in eine Region, wo bis heute die Zitronen bluhen.Villa mit Ausblick bevorzugt: Christoph Bertsch durchkammt die florentinischen Landhauser der Renaissance - und entdeckt ein Laboratorium der Moderne.Zahlreiche Bildtafeln sowie die prazisen Beschreibungen des Autors machen das Buch zu einem idealen Reisefuhrer fur den anspruchsvollen Toskana-Touristen.
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