Alternativlose Politik?

Zukunft des Staates – Zukunft der Demokratie

By (author) Rüdiger Voigt

Book cover: Alternativlose Politik?

Extent: 247 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Law, Philosophy

Series: Staatsdiskurse

Language: German

Paperback (Published)

(January 2013)

ISBN: 9783515103268

6.69 x 9.49 inches

Price: $86.00

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Das Wort von der “alternativlosen” Politik ist in aller Munde. Dahinter steht die Vorstellung einer exekutivischen Politik, die nicht in Zweifel gezogen werden darf. Das Wesensmerkmal der Politik ist aber gerade die Auswahl zwischen Alternativen. Unter “alternativloser” Politik verstehen die Herrschenden jedoch die einzig “richtige” Politik, die nur sie kennen. Bei naherem Hinsehen zeigt sich dem Beobachter jedoch ein ganz anderes Bild. Es handelt sich um planlose Politik. Die Bundeskanzlerin nennt das ein “Steuern auf Sicht”, anders gesagt: ein Stochern im Nebel. Die pragmatische Haltung ist aus der Not der Planlosigkeit geboren. In Wirklichkeit gibt es gar keinen Masterplan und keine Blaupause fur die deutsche Politik. In elf Essays analysiert Rudiger Voigt die Erscheinungsformen und Auswirkungen “alternativloser Politik”. Dabei liegt ihm die Wiederbelebung demokratischer Mitwirkung der Burgerinnen und Burger am Herzen. Sie ist die Grundlage fur die Legitimitat staatlichen Handelns. Voigt pladiert fur den Nationalstaat als letzte Bastion burgerschaftlicher Freiheit und Mitbestimmung. Die Europaische Union kann diese Aufgaben wegen ihrer schwachen demokratischen Legitimation nicht ubernehmen. Nur in einem souveranen Nationalstaat hat die Demokratie eine Zukunft.

Rüdiger Voigt, geb. 1941, ist Politik- und Rechtswissenschaftler. Bis 2006/07 hatte er einen Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft an der Universität der Bundeswehr München inne und war Direktor des Instituts für Staatswissenschaften. Zuvor war er fast zehn Jahre lang Professor für Politikwissenschaft an der Universität Siegen und Vorsitzender des Forschungsschwerpunktes Historische Mobilität und Normenwandel.
Im Zentrum seiner Forschungsinteressen stehen Staat und Recht, Verwaltung und Finanzen, politische Kultur und Medien, Weltordnung und Geopolitik. Zurzeit beschäftigt er sich insbesondere mit Fragen der Staatstheorie (Machiavelli, C. Schmitt, Agamben), der Kriegsforschung und der Visualisierung von Politik.

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