Wohnkultur im spätantiken Ostia

By (author) Marcel Danner

Book cover: Wohnkultur im spätantiken Ostia

Hardback (Published)

(March 2017)

ISBN: 9783954901289

8.27 x 11.69 inches

Price: $117.00

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Between the 3rd and 5th centuries AD, the Roman Empire changed in many respects, but the core of the social order remained the same. The residential culture of the elites of the time provides insights into the relationship between continuity and transformation. To what extent did the residential neighbourhoods of the ancient cities change? Did the habits of residents and guests change, or did the taste of the owners change? These and other questions are discussed in detail using the example of a group of particularly well-preserved houses in the Roman harbour city of Ostia. The study clearly shows how the living culture of the Roman upper classes gradually changed in the interplay between supra-regional and local developments, tradition and innovation.


Im Laufe der spaten Kaiserzeit und der Spatantike – zwischen dem 3. und dem 5. Jh. n. Chr. – veranderte sich das romische Imperium in vielerlei Hinsicht, die Gesellschaftsordnung blieb jedoch in ihrem Kern bestehen. Ausgehend von einer Gruppe herausragend gut erhaltener Hauser dieses Zeitraums in der antiken Hafenstadt Ostia wird das Verhaltnis von Kontinuitat und Transformation der Wohnkultur zwischen Kaiserzeit und Spatantike in dieser Arbeit eingehend untersucht. Dabei werden unter anderem folgende Fragen thematisiert: Inwiefern wandelten sich die Wohnviertel der spatantiken Stadte? Veranderten sich die Nutzungsgewohnheiten von Bewohnern und Gasten? Wie wandelten sich Wohngeschmack und Selbstverstandnis der Hausherren?Im Zentrum der Arbeit steht eine Gruppe von 18 teils grossen und reich ausgestatteten Wohnhausern, die wahrend des Untersuchungszeitraums instand gehalten oder neu errichtet wurden. An Ihnen lassen sich die genannten Fragen exemplarisch beantworten: So zeichnet sich in Ostia ab, dass sich Veranderungen der regionalen Wirtschaftsstruktur wie die Abwanderung grosser gewerblicher Einrichtungen ab dem beginnenden 3. Jh. n. Chr. in einer veranderten Ausdehnung und Verteilung der Wohnviertel ebenso wie in einem zunehmenden Kontrast zwischen der Instandhaltung mancher Stadtviertel und dem Verfall anderer niederschlug. Wahrend desselben Zeitraums lassen sich in Ostia auch Veranderungen der Raumstrukturen und der dekorativen Ausstattung der Wohnhauser greifen. Vergleiche mit Hausern in anderen Teilen des romischen Reiches zeigen, dass die in Ostia beobachteten Transformationen fur die Entwicklung der Wohnkultur des 3. bis 5. Jhs. n. Chr. weitestgehend reprasentativ sind. Die Veranderungen der Hauser lassen auf sich wandelnde Formen der Raumnutzung schliessen. So waren spatantike Hausherren offenbar um eine zunehmende Kontrolle der Bewegung von Gasten und Besuchern, um eine Absonderung der Empfangsbereiche von den Ruckzugsbereichen und um eine zunehmend ostentative Inszenierung der Qualitaten des Hauses bemuht. Ihre tatsachliche oder ersehnte Zugehorigkeit zur gesellschaftlichen Elite druckten die Herren anspruchsvoller Hauser in der Spatantike nicht mehr wie zuvor uber die Evokation einer bukolischen und sakralen Atmosphare aus, sondern uber eine unvermittelte Zurschaustellung ihrer Finanzkraft und ihres Einflusses. Die am archaologischen Befund beobachteten Transformationen gehen mit einem gesellschaftlichen Wandel einher, in dessen Zuge die Mitglieder des Senats in Rom ebenso wie die Angehorigen der stadtischen Fuhrungsschichten ihre Kompetenzen innerhalb der jeweiligen Stadtgesellschaft zum Teil neu definieren mussten. Eben diese Veranderungen scheinen die Architektur und die Ausstattung der Wohnhauser widerzuspiegeln.Anders als vorhergehende Untersuchungen beruft sich die Arbeit dabei nicht nur auf einzelne Aspekte der spatantiken Wohnkultur, sondern legt den zentralen Thesen eine umfassende bauhistorische Analyse und Dokumentation von 18 Hausbefunden zu Grunde, die zugleich als Ausgangspunkt fur weitere Forschungen zur Wohnkultur der Kaiserzeit und der Spatantike dienen soll.

  • By (author) Marcel Danner

„Danner has succeeded in providing a solid, detailed documentation of 18 late antique houses in Ostia, including the descriptions of wall structures, floor levels, remains of wall paintings, inscriptions and sculpture found in the houses. [...] <br/>[T]he book provides an important and long-awaited contribution to the study of building history of late antique Ostia with a wealth of important documentation and sound arguments concerning the interpretation of standing structures, inscriptions and sculpture.“<br/><br/>Von: Arja Karivieri<br/>In: Bryn Mawr Classical Review 2018.02.34<br/>-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br/>„Marcel Danner bietet mit diesem Werk eine gut dokumentierte und viele Aspekte ansprechende Grundlage für die Betrachtung des spätantiken Wohnbaus in Ostia mit seinen komplexen Bauphasen, die anschaulich dokumentiert sind und vom Leser dankbar angenommen werden. Dass nicht alle Komponenten detailliert besprochen werden, liegt in der Komplexität der Gesamtthematik begründet und soll nicht als Manko verstanden werden.“<br/><br/>Von: Alice Landskron<br/>In: Bonner Jahrbuch 220 (2020), S. 540-543
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