Vertriebene Erinnerungen?
Zur Rezeption historischer Tonbandaufnahmen mit „Heimatvertriebenen“ in der Nachfahrengeneration
By (author) Margret Findeisen
Hardback (Published)
(September 2026)
ISBN: 9783515142489
6.69 x 9.49 inches
Price: $93.00
On back order
Was passiert, wenn die eigene Familiengeschichte plötzlich auf historischen Tonbandaufnahmen hörbar wird? Im Jahr 1955 nahmen Dialektforscher der Universität Tübingen im deutschen Südwesten „Heimatvertriebene” aus (Süd-)Osteuropa auf Tonband auf, um deren Dialekt zu erforschen. Im Universitätsarchiv führten die Aufnahmen anschließend jedoch ein Schattendasein und die Stimmen blieben jahrzehntelang stumm. 70 Jahre später begibt sich Margret Findeisen auf Spurensuche: Sie macht die Nachfahren der einst Interviewten ausfindig und hört die Archivaufnahmen mit ihnen gemeinsam zum ersten Mal an.
In ihrer Dissertation forscht Findeisen zwischen Archiv und Gegenwart und fragt nach dem epistemologischen Mehrwert auditiver Quellen für die empirisch-kulturwissenschaftliche Forschung. Dabei skizziert sie, wie erinnerungskulturelle Handlungssysteme unseren Blick auf Vergangenheiten formen und verdeutlicht das Potenzial, das in Archivalien liegt – gerade auch außerhalb akademischer Zirkularität. Die archivarischen Tonbandaufnahmen ermöglichen einen innovativen Zugang zu familialen Erinnerungsgemeinschaften und zeigen, wie diese sowohl konstituiert als auch permanent neu verhandelt werden.
Was passiert, wenn die eigene Familiengeschichte plötzlich auf historischen Tonbandaufnahmen hörbar wird? Im Jahr 1955 nahmen Dialektforscher der Universität Tübingen im deutschen Südwesten „Heimatvertriebene” aus (Süd-)Osteuropa auf Tonband auf, um deren Dialekt zu erforschen. Im Universitätsarchiv führten die Aufnahmen anschließend jedoch ein Schattendasein und die Stimmen blieben jahrzehntelang stumm. 70 Jahre später begibt sich Margret Findeisen auf Spurensuche: Sie macht die Nachfahren der einst Interviewten ausfindig und hört die Archivaufnahmen mit ihnen gemeinsam zum ersten Mal an.
In ihrer Dissertation forscht Findeisen zwischen Archiv und Gegenwart und fragt nach dem epistemologischen Mehrwert auditiver Quellen für die empirisch-kulturwissenschaftliche Forschung. Dabei skizziert sie, wie erinnerungskulturelle Handlungssysteme unseren Blick auf Vergangenheiten formen und verdeutlicht das Potenzial, das in Archivalien liegt – gerade auch außerhalb akademischer Zirkularität. Die archivarischen Tonbandaufnahmen ermöglichen einen innovativen Zugang zu familialen Erinnerungsgemeinschaften und zeigen, wie diese sowohl konstituiert als auch permanent neu verhandelt werden.
- By (author) Margret Findeisen
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