Spielwelten

Performanz und Inszenierung in der Renaissance

Edited by Klaus W. Hempfer Edited by Helmut Pfeiffer

Book cover: Spielwelten

Extent: 177 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Music & Performing Arts, Philosophy

Series: Text und Kontext

Language: German

Paperback (Published)

(May 2002)

ISBN: 9783515079075

6.69 x 9.49 inches

Price: $60.00

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Die aktuelle Performativitatsdiskussion stellt eine nicht immer sehr klare, aber durchaus ‘produktive’ Verbindung des ‘Theatermodells’ mit sprachphilosophisch-linguistischen Performativitats- und Performanzkonzepten dar. Dabei kommt es zu zahlreichen Transpositionen aus einem Wissenschaftsbereich in den anderen und zur Kombination performativer mit anderen, zum Beispiel diskursanalytischen Ansatzen. Die Beitrage dieses Sammelbandes wurden in einer Sektion des Romanistentages (Osnabruck 1999) vorgetragen. Sie rekurrieren in je unterschiedlicher Weise auf Theorieangebote, in denen Begriffe wie ‘Spiel’, ‘Inszenierung’, ‘Rahmen’, self-fashioning, performance ‘Stimme’ usw. eine Rolle spielen und die allesamt eine Akzentverlagerung vom ‘Resultat’ auf den ‘Prozess’ der Konstitution eines ‘Resultats’ markieren. Inhalt Vorwort Marc Focking: Serio Ludere. Epistemologie, Spiel und Dialog in Nicolaus Cusanus’ De Ludo Globi Stefan Hartung: Kontingenz des Spiels und des Geschichtsurteils bei Girolamo Cardano: Liber de Ludo Aleae (1526) und Encomium Neronis (1562) Silke Segler-Messner: Der Dialog als Raum spielerischer Selbstentfaltung: Baldessar Castiglione, Stefano Guazzo, Moderata Fonte Jobst Welge: Mogliche Welten: Zur Selbstinszenierung wissenschaftlicher Autoritat in kosmologischen Texten der Renaissance Michele Mattusch: Zwischen “Mimicry” und “Ilinx” – Reiten, Kampfen und Lieben als Spielraum des Renaissance Menschen in Luigi Pulcis Il Morgante Brigitte Heymann: Inszenierungen der Unsterblichkeit – Figuren, Interpretationen und Verwandlungen der Gerusalemme Liberata Annette Keilhauer: Musik – Text – Spiele: Parodie und Kontrafaktur im franzosischen Chanson der Renaissance Franziska Sick: Utopia, Arcadia und die Welt der Wahren Liebe Francois Rigolot: Trois Mises en Scene Litteraires du Politique: Ronsard, Aubigne, Montaigne

Klaus W. Hempfer, geb. 1942, war nach Promotion und Habilitation an der LMU Munchen von 1977 bis 2011 Professor fur Romanische Philologie an der Freien Universitat Berlin. Seine Arbeiten, die sich vom Mittelalter bis zum nouveau nouveau roman erstrecken, verbinden konkrete historische Untersuchungen mit einer grundsatzlichen Reflexion der theoretischen Fundierung einer Wissenschaft von der Literatur. Historisch sind seine Schwerpunkte die italienische und franzosische Literatur der Renaissance, die franzosische Literatur des 18. Jahrhunderts und die Lyrik des 19. Jahrhunderts, systematisch gilt sein besonderes Interesse der Gattungs- und Intertextualitatstheorie sowie der Performativitats- und Fiktionstheorie.

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