Männlichkeit und moderner Antisemitismus

Eine Genealogie des Leo Frank-Case, 1860er–1920er Jahre

By (author) Kristoff Kerl

Book cover: Männlichkeit und moderner Antisemitismus

Extent: 374 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: American Studies, Gender & Sexuality, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(January 2017)

ISBN: 9783412505455

6.3 x 9.25 inches

Price: $99.00

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Der Lynchmord an Leo Frank gilt als das bekannteste Beispiel antisemitischer Gewalt in der Geschichte der USA. Die Studie blickt auf seine Entstehungsbedingungen. Zugleich beschaftigt sie sich mit dem Ku Klux Klan, der in Folge des Falls neugegrundet wurde. Deutlich wird, dass bereits im Vorfeld der Affare (1913-1915) antisemitisches Gedankengut im Suden befeuert und zu einer koharenten antisemitischen Weltsicht zusammengefugt wurde. Der moderne Antisemitismus und die ihm inharente Gewalt waren Reaktionen auf einen gesellschaftlichen Wandel, der im Suden nicht zuletzt als Gefahr einer hegemonialen Geschlechterordnung verstanden wurde.


Der Lynchmord an Leo Frank gilt als das bekannteste Beispiel antisemitischer Gewalt in der Geschichte der USA. Doch wie Kristoff Kerl zeigt, kommt der sich uber zwei Jahre erstreckenden Affare (1913-1915) noch eine weit zentralere Bedeutung zu: In ihrem Verlauf wurde bereits zuvor bestehendes antisemitisches Gedankengut befeuert und zu einer koharenten antisemitischen Weltsicht zusammengefugt. Dies geschah auf einer geschlechtliche codierten Bedeutungsebene – der moderne Antisemitismus und die ihm inharente Gewalt waren Reaktionen auf gesellschaftlichen Wandel, der im Suden nicht zuletzt als Gefahr einer hegemonialen Geschlechterordnung verstanden wurde. Die Studie blickt zum einen auf die Entstehungsbedingungen des Leo-Frank Case, zum anderen wendet sie sich dem unmittelbar im Anschluss an den Fall neugegrundeten Ku-Klux-Klan zu und fragt nach den Effekten der antisemitischen Affare.

  • By (author) Kristoff Kerl