Krönen – Mehren – Weitergeben

Individualisierungspraktiken und Erinnerungssicherung auf spätmittelalterlichen Schützenketten (1450–1550)

By (author) Irina Dudar Series edited by Klaus Gereon Beuckers Series edited by Andreas Bihrer Series edited by Timo Felber

Book cover: Krönen – Mehren – Weitergeben

Extent: 528 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Art & Art History, Medieval Studies

Series: Forschungen zu Kunst, Geschichte und Literatur des Mittelalters

Language: German

Hardback (Published)

(March 2024)

ISBN: 9783412529314

6.93 x 9.69 inches

Price: $94.00

In stock

Irina Dudar perspektiviert anhand von Fallbeispielen Individualisierungspraktiken, historisches Gruppenverstandnis und Traditionsbildung, die durch die Nutzung spatmittelalterlicher Schutzenketten an die Oberflache treten. Durch die Aufarbeitung schriftlicher Quellen schliesst die Arbeit zudem die Forschungslucke zum rituellen Umgang mit den Schutzenketten im Spatmittelalter. Daruber hinaus enthalt sie einen umfassenden Katalog aller erhaltener Schutzenketten, Galvanokopien und den lediglich uber Fotografien erhaltenen Schutzenketten zwischen 1450 und 1550.


Spatmittelalterliche Schutzenketten waren und sind bis heute Trager diverser Funktionen, Bedeutungen und Interessen. Sie wurden produziert, dann modifiziert, beschadigt und wieder repariert, sie wurden zerlegt, um Platz fur neue Anhanger zu schaffen oder um diese neu zu positionieren. So dienten Schutzenketten sowohl als Insignie und individuelle Erinnerungssicherung der Schutzenkonige als auch als reprasentative und offentlichkeitswirksame ‘Herrscherliste’ der Schutzengesellschaften.Irina Dudar perspektiviert anhand von Fallbeispielen Individualisierungspraktiken, historisches Gruppenverstandnis und Traditionsbildung, die durch die Nutzung, Bearbeitung und Aktualisierung spatmittelalterlicher Schutzenketten an die Oberflache treten. Durch die Aufarbeitung schriftlicher Quellen schliesst die Arbeit zudem die Forschungslucke zum rituellen Umgang mit den Schutzenketten im Spatmittelalter. Daruber hinaus enthalt sie einen umfassenden Katalog aller erhaltener Schutzenketten, Galvanokopien und den lediglich uber Fotografien erhaltenen Schutzenketten zwischen 1450 und 1550.

Irina Dudar, geb. 1989, war von 2018 bis 2023 Kollegiatin und anschließend Postdoc-Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Dynamiken der Konventionalität (400–1550)“. 2021/22 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für allgemeine Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln. Seit Oktober 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Bern.

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