Der Begriff des Politischen.

Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien.

By (author) Carl Schmitt

Book cover: Der Begriff des Politischen.

Extent: 116 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Language: German

Paperback (Out of print)

(July 2009)

ISBN: 9783428131167

6.18 x 9.17 inches

Price: $56.00

On back order

»Es soll […] ein Rahmen für bestimmte rechtswissenschaftliche Fragen abgesteckt werden, um eine verwirrte Thematik zu ordnen und eine Topik ihrer Begriffe zu finden. Das ist eine Arbeit, die nicht mit zeitlosen Wesensbestimmungen anfangen kann, sondern zunächst einmal mit Kriterien ansetzt, um den Stoff und die Situation nicht aus den Augen zu verlieren. Hauptsächlich handelt es sich dabei um das Verhältnis und die gegenseitige Stellung der Begriffe Staatlich und Politisch auf der einen, Krieg und Feind auf der anderen Seite, um ihren Informationsgehalt für dieses Begriffsfeld zu erkennen.«

Carl Schmitt, aus dem Vorwort zur 2. Auflage

Vorwort

Die Herausforderung – Versuch einer Antwort – Weiterführung der Antwort

Der Begriff des Politischen (Text von 1932)

Staatlich und Politisch – Die Unterscheidung von Freund und Feind als Kriterium des Politischen – Krieg als Erscheinungsform der Feindschaft – Der Staat als Form der politischen Einheit, durch den Pluralismus in Frage gestellt – Die Entscheidung über Krieg und Feind – Die Welt ist keine politische Einheit, sondern ein politisches Pluriversum – Anthropologischer Ansatz politischer Theorien – Entpolitisierung durch die Polarität von Ethik und Oekonomie

Das Zeitalter der Neutralisierungen und Entpolitisierungen

Die Stufenfolge der wechselnden Zentralgebiete – Die Stufen der Neutralisierung und Entpolitisierung

Nachwort zu der Ausgabe von 1932

Corollarien

Übersicht über die verschiedenen Bedeutungen und Funktionen des Begriffes der innerpolitischen Neutralität des Staates (1931) – Über das Verhältnis der Begriffe Krieg und Feind (1938) – Übersicht über nicht staatsbezogene Möglichkeiten und Elemente des Völkerrechts

Hinweise

Carl Schmitt, geboren am 11.7.1888 in Plettenberg, lehrte als Professor für Verfassungs- und Völkerrecht in Greifswald (1921), Bonn (1922), Berlin (Handelshochschule, 1926), Köln (1932) sowie an der Universität Berlin (1933–1945). Er gehört zu den anregendsten und zugleich umstrittensten politischen Denkern dieses Jahrhunderts in Deutschland. Vor allem seine Definitionen der Begriffe Politische Romantik und Politische Theologie, Souveränität, Diktatur, Legalität und Legitimität sowie des Politischen (»Freund-Feind-Theorie«) hatten starken Einfluß weit über die Grenzen Deutschlands und seines Faches hinaus. Carl Schmitt starb 96jährig am Ostersonntag, dem 7. April 1985, in seinem Geburtsort.

  • By (author) Carl Schmitt

»Die verwerfliche Rolle des Rechtsprofessors Carl Schmitt im NS-Staat, wo er als ›Kronjurist der Nazis‹ den totalitären Führerstaat und die Säuberung des deutschen Rechts vom ›jüdischen Geist‹ legitimiert hatte, machte eine adäquate Beschäftigung mit seinem wissenschaftlichen Werk lange unmöglich. Carl Schmitt war in der intellektuellen Welt der Bundesrepublik ein Tabu . […] Diese Pauschalablehnung ist mittlerweile vielfach einer differenzierten Einstellung gewichen. Mit dem zeitweiligen Nationalsozialisten Carl Schmitt wird nicht zugleich schon sein ganzes wissenschaftliches Werk zurückgewiesen. Einige politische Theoretiker wie Hannah Ahrendt oder Jürgen Habermas hatten eine differenzierende Beurteilung von Person und Werk Carl Schmitts schon vor langer Zeit vorgenommen und seine wissenschaftlichen Arbeiten entsprechend rezipiert – nicht zuletzt seine grundlegende Schrift über den ›Begriff des Politischen‹. […] Wer Carl Schmitt mit kritischem Unterscheidungsvermögen liest, dem eröffnen seine Schriften, besonders sein methodischer Freund-Feind-Ansatz, einen wesentlichen Zugang zum Verständnis politischer Bewegkräfte, Revolutionen und Kriege – auch wenn das ziemlich ernüchternd ist.« Nikolaus German, in: Deutschlandfunk, Andruck – das Magazin für politische Literatur, 28.12.2009
—