Bagatellen aus Berlin.

Briefe Friedrichs II. an Wilhelmine von Bayreuth. Aus dem Französischen übersetzt.

Edited by Günter Berger Edited by Julia Wassermann

Book cover: Bagatellen aus Berlin.

Extent: 132 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Cultural Studies, Literary Studies

Language: German

Paperback (Published)

(December 2010)

ISBN: 9783428134472

5.16 x 8.31 inches

Price: $37.00

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Bagatellen aus Berlin, der Titel dieser kleinen Auswahl neu ubersetzter Briefe Friedrichs II. an seine Lieblingsschwester Wilhelmine, soll den Ton spielerischer Leichtigkeit und gespielten Understatements treffen, der diese vertraulich-familiare Korrespondenz auszeichnet. Doch unter der Oberflache lassiger Eleganz und hofischer Liebenswurdigkeit blitzen nicht selten rucksichtslose Ambitionen auf die Thronfolge, blanker Zynismus angesichts des Ablebens auch engster Verwandter, Konkurrenzneid gegenuber kursachsischer Prachtentfaltung und verachtliche Blicke auf die Erzfeindin Maria Theresia hervor – das Ganze gewurzt mit launigen Bemerkungen uber Gott und die Welt und klugen Ratschlagen an die Adresse der Schwester in Sachen Musik und Literatur. Hier nur ein typisches Beispiel fur den blanken Zynismus Friedrichs, der knapp drei Wochen vor dem Ableben von Wilhelmines Schwiegervater die Schwester fragt, ob der alle Welt anodende Markgraf nicht endlich doch einmal krepiert, und den dringenden Wunsch aussert, er trate ins Paradies ein, auf die Gefahr hin, dem guten Herrgott zur Last zu fallen.

Einleitung

Briefe

Bibliographie

Personenregister

Vita Günter Berger
Nach der Promotion in Klassischer Philologie in Köln (1971) und der Habilitation in Romanischer Literaturwissenschaft in Bielefeld (1979) forscht und lehrt Günter Berger seit 1986 an der Universität Bayreuth auf dem Gebiet der italienischen und französischen Literaturwissenschaft. Zu seinen wichtigsten Forschungsfeldern zählen die französische Aufklärung und der französisch-deutsche Kulturtransfer. In diesen Kontext gehören u.a. Publikationen zu Wilhelmine von Bayreuth: die Anthologie ihrer Briefe an den Bruder »Nichts Neues aus Bayreuth«, hrsg. mit J. Wassermann (2008) und der Tagungsband »Wilhelmine von Bayreuth heute« (2009) wie auch zu Friedrichs komischem Epos »Palladion« (1985).

Vita Julia Wassermann
Julia Wassermann hat von 2005 bis 2009 Romanistik (BA) in Bayreuth studiert und 2011 ihre Interkulturellen Europastudien (MA) in Regensburg und Clermont-Ferrand abgeschlossen. Während ihres Studiums war sie Stipendiatin im Max Weber-Programm. Seit 2011 arbeitet sie in der Abteilung International Relations an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Gemeinsam mit Günter Berger hat sie 2008 und 2010 ausgewählte Briefe aus der Korrespondenz zwischen Friedrich II. und Wilhelmine von Bayreuth publiziert.

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