Mendelssohn-Studien.
Beiträge zur neueren deutschen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, Band 12.
Paperback (Out of print)
(October 2001)
ISBN: 9783428106301
6.18 x 9.17 inches
Price: $87.00
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Die Beiträge des zwölften Bandes sind wiederum nach der Generationenfolge der Berliner Familie angeordnet. Eröffnet wird der Band mit zwei Spezial-Untersuchungen zur Philosophie Moses Mendelssohns. Dem Sohn Abraham sind ebenfalls zwei, allerdings ganz unterschiedliche Aufsätze gewidmet: mit der Darstellung der von ihm in Auftrag gegebenen (wenn auch nicht ausgeführten) Umbaupläne für das Gebäude in der Leipziger Straße 3 werden die bisher in lockerer Folge erschienenen Artikel über Wohnstätten der Mendelssohns fortgesetzt; der Abdruck seiner Briefe 1833 aus London führt die kleine Brief-Edition aus dem vorigen Band fort. Diese Briefe sind in vielfältiger Weise für den Schreiber charakteristisch: sie zeigen seinen geistvollen Witz, sein Interesse an bildender Kunst und Politik und vermitteln immer wieder Neues über seinen Sohn Felix, mit dem zusammen er sich in England aufhielt.
Der Komponist steht dann im Zentrum von fünf weiteren Beiträgen, unter denen der bisher ungedruckte Bericht von Cécile Mendelssohn Bartholdy über die letzten Tage ihres Mannes ein wichtiges Dokument zu seiner Biografie darstellt. Vornehmlich an den erhaltenen Briefen ausgerichtet sind die Beiträge über Beziehungen des Komponisten zu dem Jugendfreund Eduard Rietz wie auch zu der als Librettistin bekannt gewordenen Helmina von Chézy. Dem historischen Hintergrund der Orgelsonate op. 65, Nr. 3 ist die kleine Darstellung der Hochzeitsmusik für die Schwester gewidmet und der Ausbildung eines spezifischen Leipziger Publikumsgeschmacks, der dann ganz der Ästhetik Mendelssohns entsprechen sollte, die umfangreiche Untersuchung über Friedrich Rochlitz.
Der Anfang einer Studie über Fanny Hensel als Pianistin enthält die Kapitel “Die Lehrer” und “Die Instrumente” (die Fortsetzung wird angekündigt).
Ein aufschlußreiches Dokument aus der sechsten Generation der Familie bildet den Abschluß: in dem erstmals veröffentlichten Memorandum schildert der wegen seiner jüdischen Herkunft vom Dienst suspendierte Staatsrechtslehrer Albert Hensel seine Person und seine Lehrtätigkeit, um von den NS-Behörden die Aufhebung seiner Beurlaubung zu erlangen.
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