Zur Entwicklung der russisch-sowjetischen Landwirtschaft nach dem Übergang zur sozialistischen Planwirtschaft und der Landwirtschaft Russlands nach der Rückkehr zur Markwirtschaft
Paperback (Published)
(October 2026)
ISBN: 9783515140829
6.34 x 9.25 inches
Price: $78.00
Boris Dawidowitsch Brutzkus (1874–1938) gehörte zu den russischen Agrarökonomen, die überzeugt waren, dass eine Wirtschaft ohne Privateigentum und Marktwirtschaft nicht funktionieren kann. Er forderte, das sozialistische bzw. kommunistische Experiment sofort abzubrechen. Die zentrale Planwirtschaft mit naturaler Güterallokation kann Angebot und Nachfrage nicht effizient ersetzen. 1922 wurde Brutzkus verhaftet und nach Deutschland ausgewiesen.
In verschiedenen Publikationen kritisierte er die sowjetische Agrarpolitik, wovon einige Texte in gekürzter Fassung wiedergegeben werden. Auf Basis von FAO-Daten ab 1961 zeigt sich, dass die sowjetische Landwirtschaft hinter marktwirtschaftlich organisierten Ländern zurückblieb. Gorbatschow, ab 1978 für Landwirtschaft zuständig und später Generalsekretär, erkannte die Probleme, konnte jedoch keine entscheidende Verbesserung erzielen. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedereinführung der Marktwirtschaft stiegen Erträge und Leistungen trotz chaotischer Übergangsphase deutlich. Russland, einst Getreideimporteur, ist heute der größte Weizenexporteur der Welt. Zukünftige Ertragssteigerungen werden vor allem durch Agrar-Holdings erwartet.
Boris Dawidowitsch Brutzkus (1874–1938) gehörte zu den russischen Agrarökonomen, die überzeugt waren, dass eine Wirtschaft ohne Privateigentum und Marktwirtschaft nicht funktionieren kann. Er forderte, das sozialistische bzw. kommunistische Experiment sofort abzubrechen. Die zentrale Planwirtschaft mit naturaler Güterallokation kann Angebot und Nachfrage nicht effizient ersetzen. 1922 wurde Brutzkus verhaftet und nach Deutschland ausgewiesen.
In verschiedenen Publikationen kritisierte er die sowjetische Agrarpolitik, wovon einige Texte in gekürzter Fassung wiedergegeben werden. Auf Basis von FAO-Daten ab 1961 zeigt sich, dass die sowjetische Landwirtschaft hinter marktwirtschaftlich organisierten Ländern zurückblieb. Gorbatschow, ab 1978 für Landwirtschaft zuständig und später Generalsekretär, erkannte die Probleme, konnte jedoch keine entscheidende Verbesserung erzielen. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedereinführung der Marktwirtschaft stiegen Erträge und Leistungen trotz chaotischer Übergangsphase deutlich. Russland, einst Getreideimporteur, ist heute der größte Weizenexporteur der Welt. Zukünftige Ertragssteigerungen werden vor allem durch Agrar-Holdings erwartet.
Other Titles in this Series
Handlungsspielraume deutscher Verwaltungsstellen bei den Konfiskationen in der SBZ 1945-1949
Zum Verhaltnis zwischen deutschen Verwaltungsstellen und der Sowjetischen Militaradministration in Deutschland (SMAD)
Volume 99
War die Eurokrise absehbar?
Ein analytischer Vergleich des Eurosystems mit dem klassischen Goldstandard aus ökonomischer und wirtschaftshistorischer Sicht
Öffentliches versus privates Eigentum an gesamtwirtschaftlich bedeutenden Infrastrukturen
Eine wirtschaftshistorische Analyse am Beispiel der deutschen Höchstspannungsnetze während ihrer Anfänge in der Weimarer Republik und nach der Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland im Jahr 1998
Die Ursachen für den Zusammenbruch der Sowjetunion und der DDR (1945–1990)
Eine ordnungstheoretische Analyse
Einigkeit, Recht und Freiheit. 25 Jahre deutsche Wiedervereinigung (1990–2015)
Eine ordnungstheoretische Analyse
Von der Reichsmark zur Deutschen Mark der Deutschen Notenbank
Zum Binnenwahrungsumtausch in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (Juni/Juli 1948)
Volume 91
Entwicklungen und Konvergenzen in der Münzprägung der deutschen Staaten zwischen 1806 und 1873 unter besonderer Berücksichtigung der Kleinmünzen
Zwischen Bodenreform und Kollektivierung
Vor- und Fruhgeschichte der 'sozialistischen Landwirtschaft' in der SBZ/DDR vom Kriegsende bis in die funfziger Jahre
Volume 92
Zur Bedeutung berufsstandischer Krankenkassen innerhalb der privaten Krankenversicherung in Deutschland bis zum Zweiten Weltkrieg
Die Selbsthilfeeinrichtungen der katholischen Geistlichen
Volume 95
