Ein(ver)nehmen

Sexualität und Alltag von Wehrmachtsoldaten in den besetzten Niederlanden

By (author) Laura Fahnenbruck

Book cover: Ein(ver)nehmen

Extent: 474 pages

Publisher: V&R unipress

Subjects: Gender & Sexuality, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(April 2018)

ISBN: 9783847107422

6.3 x 9.33 inches

Price: $75.00

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Fur die spatere Tradierung des Krieges spielte Sexualitat wahrend der Besatzung zwar keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten die Wehrmachtsoldaten aber die Ordnung der Strasse ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Am Beispiel der Niederlande bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische Volksgemeinschaft und zeigt, welche Rolle Sexualitat dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie normale (Hetero-)Sexualitat und sexuelle Normalitat hergestellt wurden und wie Heteronormativitat durch Krieg, Militar und Soldaten gestaltet und tradiert wurde.


Im Fokus dieser Studie stehen der Alltag und die Sexualitat wahrend der deutschen Besatzung der Niederlande 1940-1945. Fur die spatere Tradierung des Krieges spielte Sexualitat keine Rolle. Mit ihren sexuellen Praktiken bestimmten Soldaten aber die ›Ordnung der Straae‹ ebenso mit, wie sie Besatzungspolitik gestalteten. Nicht gegen einen niederlandischen Gegner kampften sie, sondern fur eine rassistische Weltordnung und die Verheiaung des privaten Glucks. Am Beispiel Holland bietet die Autorin einen Einblick in die Politiken und Praktiken der Inklusion in die nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹ und zeigt, welche Rolle Sexualitat dabei spielte. Sie arbeitet heraus, wie ›normale‹ (Hetero-)Sexualitat und sexuelle ›Normalitat‹ hergestellt wurden und wie Heteronormativitat durch Krieg, Militar und Soldaten gestaltet und tradiert wurde. Regarding sexuality and Wehrmacht during the occupation of the Netherlands, historians and the public have hitherto only discussed female sexuality. In terms of the sex of soldiers this is problematic because the underlying narratives are locating soldierly sex in the non-public sphere, and tend to portray soldiers as friendly enemies. This results in a neglect of the political import of the soldiers’ practices and nourished the idea of male sexuality as a ‘natural’ part of wars. In contrast, the focus in this study is on the perspective of soldiers and shows on the one hand that also friendly behavior and ‘normal’ sexual relationships were part of National Socialist fantasies, and on the other it makes clear that soldiers were having a stake in sexual politics and were able to shape politics through their practices.

  • By (author) Laura Fahnenbruck