Russland in Zentralasien

Autobiografische Texte der Eroberung und Erschließung Turkestans (1860 - 1917)

By (author) Matthias Golbeck

Book cover: Russland in Zentralasien

Extent: 339 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Asian/Pacific Studies & Religions, Slavic Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Imperial Subjects

Language: German

Paperback (Published)

(September 2022)

ISBN: 9783412525125

5.94 x 9.09 inches

Price: $113.00

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Die Studie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Autobiografie- und Imperienforschung. Sie fragt nach der kohasiven Wirkung von Diskursen imperialer Selbstbeschreibung. Hierzu untersucht sie Memoiren, Teilnahme-, Reiseberichte der russischen Expansion in das sudliche Zentralasien nach 1860. Deren Autoren wirkten als Militars, Beamte oder Wissenschaftler an der Eroberung und Erforschung des spateren Generalgouvernements Turkestan mit. Der Verschiedenartigkeit der Quellen begegnet die Studie mit dem Konzept der “autobiografischen Praktiken”. Sie versteht diese als Werkzeuge einer bestimmten Selbstkonzeption. Die Analyse zeigt, wie russlandische Akteure in Turkestan durch die variantenreiche Ausgestaltung vorhandener Erzahlweisen eigenstandige Formen autobiografischen Erzahlens entwickelten. Uber 60 Jahre verwoben sie ihre personlichen Heldengeschichten eng mit dem Imperium. So trugen sie zu dessen Erfolgserzahlung in Turkestan bei und wirkten an dessen diskursiver Stabilisierung mit.

Matthias Golbeck studierte an der Universität Konstanz und der LMU München Geschichts- und Politikwissenschaft. Hierbei lag sein regionaler Fokus auf Russland, dem Baltikum und den GUS-Staaten. Ein Studienaufenthalt führte ihn an die Russian State University for the Humanities nach Moskau. 2019 schloss er seine Promotion an der Universität Bonn in Osteuropäischer Geschichte ab. In seiner Forschung beschäftigt er sich vor allem mit Erinnerungskultur und Autobiografik im Zarenreich, der Sowjetunion und dem postsowjetischen Raum.

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