Rothenburg oder
von Stadten und Raumen: Ein historisches Kriminalmarchen aus dem Jahr 1802
by Andreas Nohr
Paperback (Published)
(February 1999)
ISBN: 9783897541511
Price: $18.00
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Es ist das Jahr 1802, Napoleon hat die europaischen Karten neu verteilt, naturlich zu seinem Vorteil – aber auch zu dem Bayerns. Fur den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete an Napoleon darf Bayern sich schadlos halten – unter anderem eben an der bis dahin freien Reichsstadt Rothenburg. Der 1. Dezember ist der Tag der Ubergabe an Bayern, zugleich der Tag, an dem der Wurzburger Archivar Andreas Sebastian Stumpf in Rothenburg zu einigen Tagen der Selbstfindung, wurde man heute sagen, und der Erholung eintrifft. Zugleich aber ist dies der Tag, an welchem in allen moglichen Taschen seltsame Marchen auftauchen, eine dieser Geschichten findet sogar der ortsfremde Stumpf im Zimmer seiner Herberge, wo ihn sein Freund Purckhauer untergebracht hat. Diese Zettel enthullen bald eine dunkle Drohung, deren Sinn niemand recht begreift, geht sie gegen die Bayern? Oder gegen den Rat der Stadt? Oder sind sie nur sinnlose Spielerei? Bald interessieren diese Zettel niemand mehr, allein der Wurzburger Stumpf fuhlt sich von ihnen und den kurzen, einfachen Geschichten, seltsam angezogen. Er wird ihre Ratsel losen, obwohl er selber bald an die Losung nicht mehr recht glauben wird. Zugleich gerat Stumpf in innere Bedrangnis, weil er rasch gewahr wird, dass sein verheirateter Freund Purckhauer ein Verhaltnis mit der Magd Martha Aigner hat, die in seiner Unterkunft aufwartet – und sich als eine Frau erweist, die es in mancher Hinsicht in sich hat. Stumpf lost das Ratsel jener aufgefundenen Zettel, dabei kommen zwei Menschen zu Tode, ein dritter nur halb, und schliesslich kommt ihm jemand zur Hilfe, an den er nie im Leben gedacht hatte – und dies auf eine Weise, die ihm so unglaublich erscheint, dass er selbst seiner eigenen Losung am Ende nicht mehr recht uber den Weg traut. Wer hat die Zettel geschrieben und warum? War es vielleicht der Maurer Vauth, der Dichter aufruhrerischer Steuergedichte, den man so gerne in Ecke der Rothenburger Jakobiner schob? Purckhauer meint es und ist sich seiner Sache sicher.
- By (author) Andreas Nohr
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