Arztliche Freiheit und Berufsethos

edited by Hans Thomas

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Extent: 296 pages

Publisher: J.H. Röll Verlag

Language: German

(Paperback) (Published)

(November 2005)

ISBN: 9783897541122

Price: $26.00

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Die gegenwartig breite Debatte um Ethik in der Medizin und Bioethik behandelt ein Spektrum konkreter Probleme zwischen Anfang und Ende des menschlichen Lebens. Selten hingegen fragt sie nach den ethischen Herausforderungen des Arztberufs. Gibt es ein dem Arztberuf als solchem eingeschriebenes Berufsethos? Statt auf Patientenzuwendung ist gegenwartig die offentliche Diskussion einseitig auf okonomische Orientierung und Reform ausgerichtet. Okonomische Zwange hat es in der Medizin immer gegeben. Uber Jahrhunderte erfreuten sich gleichwohl die Arzte eines hohen Masses beruflicher Unabhangigkeit. Die Freiheit verdankten sie ihrem offentlichen Ansehen und das Ansehen dem anspruchsvollen Standesethos. Berufsbedingte Einflussnahmen auf den einzelnen Arzt (Qualitatssicherung) sind heute oft schwer zu unterscheiden von gesellschaftlich-politischen Einmischungen in seine Tatigkeit. Sie bedrangen nicht selten das arztliche Gewissen. Subjekt medizinischer Ethik ist heute immer weniger der Arzt und immer mehr die Gesellschaft. Vom Arzt erwartet sie zunehmend bloss bioethische “Dienstleistung”. Die “Befreiung” der Arzte von ethischen Bindungen bezahlt die Arzteschaft mit der Unterwerfung unter die Politik. Ethische Selbstverpflichtung des einzelnen Arztes garantiert nicht Berufsfreiheit. Steht aber die Arzteschaft als ganze treu zu ihrem Ethos, muss die Politik sich mit ihr arrangieren.

  • Edited by Hans Thomas