Der Traum der Vernunft und seine Monster.
Goyas Perspektiven auf das 19. Jahrhundert.
By (author) Birgit Aschmann
Paperback (Published)
(December 2013)
ISBN: 9783428141050
4.49 x 7.48 inches
Price: $29.00
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Francisco de Goya kann als »politischer Maler« betrachtet werden, da er in seinen Werken zu den politischen Prozessen in Spanien Stellung nahm. Diese zeugen von der Teilhaberschaft Spaniens an der Entwicklung einer europäischen Moderne, die sowohl von Aufklärung und Fortschritt, als auch von Destruktion und Angst geprägt ist. Der Beitrag verdeutlicht damit die Ambivalenzen der modernen europäischen Geschichte und verweist zugleich auf die Bedeutung, die Spanien für die Herausbildung dieser »multiple modernities« hatte.
Zu Unrecht wird Spanien oftmals eine periphere Stellung in der Geschichte des modernen Europa zugeschrieben. Welche Rolle das Land für die Entwicklung wichtiger Prozesse des 19. Jahrhunderts tatsächlich spielte, lässt sich ausgehend von Werk und Vita Francisco de Goyas beschreiben. Der spanische Maler kann insofern als »politischer Maler« bezeichnet werden, als er in seinem Werk zu den entscheidenden politischen Ereignissen seiner Zeit Stellung nahm. Dabei faszinieren seine Bilder deshalb, weil sie zum einen von den historischen Prozessen berichten, die Spanien in die Geschichte des europäischen Fortschritts einreihen. Zum anderen aber zeugen sie wie keine andere Quelle der Zeit von den dunklen Seiten der aufziehenden Moderne, von neuen Dimensionen der Zerstörung und deren emotionalen Begleiterscheinungen, wie dem Heraufziehen der modernen Angst. So lädt gerade Goya ein, über die Ambivalenzen der Moderne neu nachzudenken.
Vorwort
Der Traum der Vernunft und seine Monster. Goyas Perspektive auf das 19. Jahrhundert
Zur Autorin
- By (author) Birgit Aschmann
»Ihr Ziel, für Interesse an diesem Jahrhundert zu werben und zugleich anschaulich zu machen, warum man Europa geschichtswissenschaftlich nicht an den Pyrenäen enden lassen sollte, dürfte sie erreicht haben. Wer sich von ihrem Plädoyer nicht überzeugen lässt, dem ist nicht zu helfen.«
Dieter Langewiesche, in: Sehepunkte 14 (2014), Nr. 6
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