Carl Schmitt und die Öffentlichkeit.
Briefwechsel mit Journalisten, Publizisten und Verlegern aus den Jahren 1923 bis 1983. Hrsg., kommentiert und eingeleitet von Kai Burkhardt. In Zusammenarbeit mit Gerd Giesler und Stefan Krings.
Foreword by Kai Burkhardt Edited by Kai Burkhardt Editorial board member Gerd Giesler Editorial board member Stefan Krings
Paperback (Published)
(July 2013)
ISBN: 9783428140923
6.18 x 9.17 inches
Price: $58.00
In stock
Der vorliegende Briefband, dessen Mittelpunkt der Staatsrechtler Carl Schmitt ist, wirft ein neues Licht auf die Funktion von Öffentlichkeit im Kaiserreich, in den Weimarer Jahren, im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik. Er erlaubt einen neuen Blick auf Kontinuitätslinien und Brüche zwischen 1923 und 1983.
Die Korrespondenz enthält Briefwechsel Carl Schmitts mit Ludwig Feuchtwanger, Paul Scheffer, Giselher Wirsing, Theodor Heuss, Ernst Jünger, Wilhelm Stapel, Margret Boveri, Karl Korn, Hans Paeschke, Rudolf Augstein, Rüdiger Altmann, Johannes Gross, Joachim Fest, Wolf Jobst Siedler und anderen.
Die Kategorie Öffentlichkeit ist im 21. Jahrhundert zu einem zentralen und kaum zu überschätzenden politischen Faktor geworden. Die theoretische Reflexion hat mit dem politischen und technologischen Wandel nicht Schritt gehalten. Die berühmten Leitbegriffe der Frankfurter Schule, in deren Mitte das Wort Öffentlichkeit endgültig zu einem positiv besetzten politischen Schlagwort wurde, können nur noch teilweise befriedigen und bedürfen heute einer kritischen Erweiterung.
Der Briefband lädt dazu ein, die weitaus skeptischeren medientheoretischen Ansätze aus der Weimarer Republik neu zu entdecken und abgerissene Kontinuitätslinien wieder aufzunehmen. Im Mittelpunkt steht der Staatsrechtler Carl Schmitt, der nach Max Weber wohl einflussreichste deutsche Theoretiker des Politischen im 20. Jahrhundert. Kaum etwas hat Schmitt mehr beschäftigt als Macht und das Verhältnis zur Öffentlichkeit, denn er selbst hat sich in erster Linie als Lehrer und Publizist verstanden und sein gesamtes berufliches Leben danach ausgerichtet.
Bedeutsam sind die dokumentierten Briefe in dreierlei Hinsicht. Erstens spiegeln sie eine Elitenkommunikation, die Schmitt über die Systemwechsel hinweg zwischen 1920 und 1980 mit herausragenden Journalisten und Verlegern seiner Zeit über die Phänomene Öffentlichkeit und Journalismus führte. Zweitens geben sie Zeugnis einer intellektuellen Topografie mit überlagerten Argumentationslinien, die nach 1945 nur indirekt als eine Art Geheimwissenschaft weitergegeben wurden. Drittens bieten sie einen Einblick in die Inszenierungs- und Öffentlichkeitsstrategie des Staatsrechtlers, mit der er seine Thesen und Ansätze verbreitete und die bis heute eine ausgewogene Bewertung des raffinierten Autors verstellt.
Die Korrespondenz enthält Briefwechsel mit Ludwig Feuchtwanger, Paul Scheffer, Giselher Wirsing, Theodor Heuss, Ernst Jünger, Wilhelm Stapel, Margret Boveri, Karl Korn, Hans Paeschke, Rudolf Augstein, Rüdiger Altmann, Johannes Gross, Joachim Fest, Wolf Jobst Siedler und anderen.
Verzeichnis der Briefe
Abkürzung der zitierten Werke Schmitts
Einführung
Editorische Vorbemerkung
Briefwechsel 1923–1983
Quellenverzeichnis der Briefe
Personen- und Medienverzeichnis
Kai Burkhardt, Historiker, Studium der Geschichte, Romanistik und Kunstgeschichte in Köln und Berlin, ist spezialisiert auf politische und strategische Kommunikationsberatung für Unternehmen, Parteien, Ministerien, Verbände und Medienunternehmen.
- Foreword by Kai Burkhardt
- Edited by Kai Burkhardt
- Editorial board member Gerd Giesler
- Editorial board member Stefan Krings
»Die vorliegende Auswahl von Briefen von und an Journalisten, Publizisten, Verleger füllt eine Lücke.« Rudolf Stöber, in: Jahrbuch für Kommunkationsgeschichte, Jg. 16/2014
»Die schnell anwachsende Zahl der Editionen von Briefen von und an Carl Schmitt wird mit dem vorliegenden Band um eine höchst lesenswerte Ausgabe von ausgewählten Briefwechseln Schmitts mit Publizisten und Journalisten erhöht, die, chronologisch angeordnet, fast den gesamten Zeitraum seines Schaffens abdecken.« Peter Hoeres, in: Historische Zeitschrift, Band 299, Heft 2/2014
—
Similar Books
Ars Prophetica
Theology in the Poetry of Twentieth-Century Hebrew Poets Avraham Halfi, Shin Shalom, Amir Gilboa, and T. Carmi
Between Bones and Beliefs
Human-Bird Relations in Central and Northern Europe in the First Millennium AD
Volume 4
Cahiers de l’Association internationale des études françaises
J. M. G. Le Clézio - Enseigner les littératures francophones aujourd’hui - Récit de soi et expérience de l’illusion (XVIIe-XVIIIe siècles)
Volume 78
Cahiers de littérature française
Les Métamorphoses du texte. Enjeux intertextuels et transpositions visuelles
Volume 25
Cahiers de recherches médiévales et humanistes – Journal of Medieval and Humanistic Studies
Volume 51
Cahiers de sémiotique des cultures
Ponctuation et sens. Nouvelles perspectives / Punctuation and meaning. New perspectives
Volume 6
Christina of Sweden in Context
A Celebration of Seventeenth-Century Queenship 400 Years in the Making
CompLit
Myth, Folklore and Magic in European Literatures. Critical and Contemporary Reconfigurations
Dis/United States of Vulnerability
Literary and Cultural Transgressions in U.S. Poetry Since the 1960s
Volume 330
Engaged Languages and Literatures / Langues et Littératures engagées
Critical Views / Regards Critiques
European Drama and Performance Studies
Dramatisations politiques. Théâtre, politique et idéologie au XIXe siècle (1806-1914)
Volume 27
